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Bild von Michelle Maria auf Pixabay
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Park Güell

Im Park Güell treffen Natur und Architektur sowie Erholung und Sightseeing aufeinander. Der berühmteste Park Barcelonas ist mit drei Millionen Besuchern pro Jahr hinter der Sagrada Familia die zweitwichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt. Und das aus gutem Grund! Kein Barcelona-Besuch ist komplett, ohne (mindestens) einmal durch den Park Güell spaziert zu sein.

Der Park liegt auf einem Berg hoch über der Stadt und bietet eine fantastische Aussicht.

Vom gescheiterten Bauvorhaben zum Weltkulturerbe


Der Park Güell stammt vom berühmtesten Sohn Barcelonas, dem begnadeten Star-Architekten Antoni Gaudí. Sein Gönner, der Industrielle Eusebio Güell, hat das Land 1858 gekauft und Gaudí damit beauftragt, hier eine Gartenstadt zu errichten. Insgesamt sollten 60 Häuser für wohlhabende Familien entstehen, die ein Wohnen im Einklang mit der Natur ermöglichen. Die Arbeiten begannen im Jahr 1900 und dauerten 14 Jahre lang.

Doch das Vorhaben ist aus mangelndem Interesse der potenziellen Bewohner gescheitert, nur drei Häuser wurden gebaut. Grundbesitzer Eusebio Güell behielt eines davon für sich und seine Familie, ein anderes kaufte Gaudí selbst. Gaudí wohnte hier bis Ende 1925. Dann zog er in die Werkstatt der Sagrada Familia und starb wenige Monate später. In Gaudís Wohnhaus ist heute ein interessantes Museum über von ihm entworfene Möbelstücke untergebracht.

Nach dem Tod von Eusebio Güell 1918 übergaben die Erben den Park an die Stadtverwaltung Barcelonas, die ihn 1926 für die Öffentlichkeit zugänglich machte. 1984 erklärte die UNESCO Park Güell zum Weltkulturerbe.

Die Sehenswürdigkeiten im Park


Die großzügige Parkanlage bietet perfekte Erholung vom Trubel der Stadt. Das Highlight ist zweifellos der Hipósteles Saal mit seinen 86 sechs Meter hohen Säulen. Er war ursprünglich als Markthalle für die Bewohner der geplanten Stadt gedacht.

Die Säulen stützen den darüberliegenden Plaça de la Natura, der als Platz für Treffen und Veranstaltungen der neuen Stadt gedacht war. Von hier hat man einen atemberaubenden Ausblick über die Stadt und das Mittelmeer. In der Umrandung des Platzes wird Regenwasser aufgefangen. Gaudís hat geplant, dass es in eine unterirdische Zisterne abfließt und so die Stadt mit Wasser versorgt.

Entlang des Platzes schlängelt sich die weltberühmte, 100 Meter lange Bank, die Postkarten, Websites und Instagram-Accounts ziert. Auch hier war Gaudí seiner Zeit wieder mal voraus: Denn diese Steinbank war der erste Versuch eines ergonomischen Möbelstücks. Die Sitzfläche ist beispielsweise leicht nach hinten geneigt und die Rückenlehne ist der Form der menschlichen Wirbelsäule angepasst.

Gleich nach dem Eingang führt die Drachentreppe hinauf zur Säulenhalle. In der Mitte der Treppe werden Besucher von einem farbenfrohen, aus Mosaiken gefertigten Salamander begrüßt, der zu einem Wahrzeichen des Parks und ganz Barcelonas geworden ist. Miniaturausgaben des Salamanders gibt es in jedem Souvenirgeschäft der Stadt zu kaufen.

Eine Ode an die Natur


Mit dem Park Güell schuf Gaudí einen wahrhaftigen Zauberwald. Wie auch bei seinen anderen Werken, zum Beispiel der Sagrada Familia oder der Casa Batlló, holte sich der Jugendstil-Architekt seine Inspiration von der Natur. Seine Baumaterialien waren unter anderem Steine, die er auf dem Gelände fand, oder Reste bunter Fliesen aus einer nahe gelegenen Fabrik.

Der Park trägt Gaudís so typische Handschrift: geschwungene Formen, bunte Mosaike, natürliches Design. Es gibt so gut wie keine geraden Linien. Er respektierte die natürliche Topografie der Landschaft. Um das Viadukt zu schaffen, hat Gaudí auf eine Nivellierung des Geländes verzichtet. Stattdessen kreierte „Palmen“ aus Steinen, um das darüberliegende Erdreich abzustützen.

Auch bei der Bepflanzung des Parks orientierte Gaudí sich an der Natur. Er verwendete nur mediterrane Pflanzen, die nicht viel Wasser benötigen.

Ein Spaziergang durch die Zauberlandschaft des Park Güells sollte auf Ihrem Reiseplan nicht fehlen.
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