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Boyne Valley/Irland

Irische Historie kennenlernen


Grabmal in Newgrange in der Boyne Valley - Foto: McElspeth auf Pixabay
Grabmal in Newgrange in der Boyne Valley - Foto: McElspeth auf Pixabay
Der gut 112 Kilometer lange Fluss Boyne (An Bhóinn) entspringt bei Carbury im County Kildare und durchfließt das benachbarte County Meath sowie die Provinz Leinster in Richtung Nordosten, bis er an der Ostküste Irlands bei Baltray, Drogheda und Mornington im County Louth nördlich von Dublin in die Irische See mündet. Archäologischen Funden von prähistorischen Booten und weiteren Artefakten in der Region zufolge wurde das in der irischen Mythologie angeblich durch den Tod der gälischen Göttin „Bóann“ (weiße Kuh) geschaffene Gewässer schon vor Jahrtausenden intensiv als Transport- und Handelsweg genutzt. Überregional und international bekannt waren der Fluss und das umliegende Tal vermutlich schon seit dem 2. Jahrhundert. Auf einer vom griechischen Geografen Claudius Ptolemäus zu dieser Zeit angefertigten Landkarte ist der Fluss mit dem Namen „Bouinda“ verzeichnet. Altertumsforscher und Regionalhistoriker gehen heute davon aus, dass diese damalige Bekanntheit von den seit 1993 als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten großen und bis zu über 5.500 Jahre alten Megalith- und Grabanlagen „Brú na Bóinne“ (Palast des Boyne/der weißen Kuh) bei Dowth sowie Knowth und Newgrange am Mittellauf des River Boyne herrührte. Die Gegend war auch später Schauplatz bedeutender Ereignisse in der irischen Geschichte, so soll der Nationalheilige Saint Patrick im Jahr 433 auf dem Hügel von Slane das erste Osterfeuer angezündet haben. Anfang Juli 1690 fand bei Rossnaree nördlich von „Brú na Bóinne“ schließlich die folgenreiche Schlacht am Boyne statt, mit der England die Herrschaft über Irland zurückeroberte.

Beeindruckende Ausmaße


Die knapp 100 vorgeschichtlichen Kultstätten verteilen sich über eine Fläche von fast 80 Hektar mit einem Schwerpunkt vor allem bei Knowth und Newgrange auf einem Hügel in der Biegung des Flusses in der Nähe von Donore und Slane. Im erstgenannten Dorf liegt auch das von außen wie ein steinzeitliches Bauwerk anmutende Besucherzentrum „Brú na Bóinne Visitor Centre“, von wo aus exklusive regelmäßige Führungen speziell auch für die Teilnehmer eine Klassenfahrt, Schulfahrt oder Studienreise zu den imposanten Großstein-Anlagen durchgeführt werden. Gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge sind manche Teilbereiche des Areals „Brú na Bóinne“ sogar älter als die Pyramiden in Ägypten. Die aufwendige, stabile und technologisch anspruchsvolle Konstruktion sowie sehr exakte astronomische Ausrichtung insbesondere des zwischen 1962 und 1975 neu aufgebauten Grabhügels von Newgrange lassen auf umfangreiches fachliches Wissen seiner einstigen Erbauer schließen. Noch größtenteils in ihrem ursprünglichen Zustand befinden sich die wegen ihrer detaillierten und filigranen Felszeichnungen ebenso beeindruckenden, jedoch jüngeren sowie weniger oft besuchten Anlagen von Dowth und Knowth in unmittelbarer Nachbarschaft von Newgrange. Führungen ab dem „Brú na Bóinne Visitor Centre“ werden von April bis Oktober auch nach Knowth, jedoch nicht nach Dowth angeboten. In dem barrierefrei eingerichteten Besucherzentrum gibt es auch eine interaktiv und multimedial umgesetzte Dauerausstellung sowie einen Imbiss und Souvenirshop.

Die Wiege der „grünen Insel“


Bei Ausflügen im Rahmen einer Klassenfahrt, Schulfahrt oder Studienreise können auch viele weitere interessante Attraktionen und Sehenswürdigkeiten im lediglich ca. 20 bis 30 Minuten Fahrtzeit von Dublin entfernten Boyne Valley besucht und besichtigt werden. In Monknewtown am rechten Ufer des Mattock River drei Kilometer östlich von Slane stehen die malerischen Ruinen einer mittelalterlichen Kirche und einiger Wassermühlen. Weitere archäologische Fundplätze im County Meath sind etwa die Erdwerke von Danestown und Realtogue bei Kentstown, die Megalithen von Ervey im Feld Cairnhill und diejenigen von Fourknocks bei Naul unweit des Delvin River. Ganz in der Nähe und an der Mündung des Delvin River in das Meer liegen das Steinzeitgrab von Gormanston/Knocknagin, das sogar noch älter sein soll als die Anlagen im Boyne Valley. Nur nach vorheriger Anmeldung und Schlüsselübergabe können hingegen die Überreste von rund 25 Steinhügelgräbern der teils tief in den Fels geschlagenen Loughcrew Cairns auf dem bis zu 276 Meter Höhenzug „Slieve na Calliagh“ (Hügel der Hexe) bei Oldcastle besichtigt werden.
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