Direkt zu unserem Reisevorschlag: Klassenfahrt Toskana

Geothermisches Kraftwerk Larderello


Interessantes Ausflugsziel in der Toskana

Eine Klassenfahrt in die Toskana mit Dolce Vita und Strandleben sorgt garantiert für Begeisterung. Neben Pisa, Florenz und Arezzo könnte ein Ausflug Lardarello zum geothermischen Kraftwerk helfen, dem Bildungsauftrag einer solchen Reise näher zu kommen. Wie die aktuellen Diskussionen zeigen, interessieren sich junge Menschen für Energiepolitik. Was liegt näher, als bei einer Klassenfahrt in die Toskana ein Geothermiekraftwerk zu besichtigen! Lardarello gilt als Welthauptstadt der Geothermie. Dort werden rund ein Drittel des in der Toskana benötigten Stroms sowie zusätzlich Wärme produziert.

Geschichte von Lardarello


In Ladarello wurden bereits im Jahre 1904 Experimente zur geothermischen Stromerzeugung durchgeführt und neun Jahre später das erste Geothermiekraftwerk der Welt installiert. Noch heute gehört die Anlage zu den größten Erdwärmekraftwerken weltweit und Italien galt lange Zeit als führend in dieser Technologie. Doch die borhaltigen Soffioni im Valle del Diavolo („Tal des Teufels“), das sind Dampffontänen, die aus den Seen hervorschießen, sind schon weit länger bekannt: Etrusker und Römer nutzten die dortigen Salze für die Herstellung von E-Mail und für Heilzwecke. In Mittelalter und Renaissance setze sich die Nutzung fort, ehe im 19. Jahrhundert sich ein Betrieb zur Herstellung von Borsäure ansiedelte, den der aus Frankreich stammende Industrielle Francesco Giacomo de Larderel mit Unterstützung des in Köln geborenen Apothekers und Chemikers Hubert Franz Hoefer, Direktor der großherzoglichen toskanischen Hofapotheke, ausbaute. Ihnen gelang es mithilfe der Dämpfe aus dem Schlamm Borsäure zu extrahieren. Ladarel war schließlich für den Ort namensgebend und wurde für seine Verdienste später zum Grafen von Montecerboli ernannt.

Besichtigungen vor Ort

Die Anlage und das Museum werden von der Enel S.p.A., dem größten italienischen Stromversorger unterhalten. Es wird gezeigt wie sich Stromerzeugung und Borgewinnung im Laufe der Zeit entwickelt haben und es ist möglich, sich über Geothermie und Vulkanismus der Region zu informieren. Angemeldete Gruppen können auch die Soffioni besichtigen. Im Museum finden sich Funde aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, die mit der Ausbeutung der Boraxquellen verbunden sind. Es enthält Proben von Mineralien und Gesteinen, Bohrmaschinen, Instrumenten und Maschinen von Kraftwerken, verschiedene wissenschaftliche Apparate, einschließlich der Ausrüstung der alten Larderello-Apotheke. Die Sammlung umfasst auch Modelle zur Entwicklung des Larderello-Gebiets, zur Borsäure-Gewinnung, zu Bohrungen und zur Stromerzeugung.

Fazit


Das geothermische Kraftwerk von Lardarello ist ein lohnenswertes Ausflugsziel, das fächerübergreifende Ansatzpunkte bietet. Ob Politik, Geschichte, Chemie oder Geografie – hier gibt es für Schüler und Lehrer mit den unterschiedlichsten Interessen Anschauungsobjekte in Hülle und Fülle.


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