Hagia Sophia


Sie ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in der türkischen Hauptstadt Istanbul und befindet sich direkt in der Altstadt Sultanahmet. Hagia Sophia - auch Sophienkirche oder in der Landessprache Ayasofya genannt - bedeutet so viel wie „Die Heilige Weisheit“. Das imposante Bauwerk wurde sogar als 8. Weltwunder bezeichnet und blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück.

Geschichte der Hagia Sophia

Erbaut wurde die heutige Kirche Hagia Sophia im 6. Jahrhundert unter dem byzantinischen Kaiser Justinian I. im damaligen Konstantinopel. Der Bau wurde innerhalb von nur sechs Jahren abgeschlossen und die Kirche öffnete am 26. Dezember 537 n.Chr. ihre Pforten. Der Bau soll etwa 140-145 Tonnen Gold gekostet haben und fast 10 000 Arbeiter sollen am Bau beteiligt gewesen sein. Die Ayasofya galt damals als mächtigste Kirche des frühen Christentums. 558 führte ein Erdbeben zu einem teilweisen Einsturz der Kuppel, die aber wiederaufgebaut wurde. Die Sophienkirche diente mehr als ein Jahrtausend als Kathedrale des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel. 1204 wurde sie von Venezianern und Kreuzrittern geplündert und wurde zur römisch-katholischen Kathedrale. Bevor der Petersdom in Rom erbaut wurde, war die Hagia Sophia das größte christliche Gotteshaus der Welt. Die bedeutendste geschichtliche Wendung erlebte die Hagia Sophia 1453, als Konstantinopel von der Türkei erobert wurde und Mehmed II. die Kirche in eine Moschee umwandeln ließ. Dafür wurden Minarette, ein großer Kronleuchter, eine Minbar (Kanzel), eine Zisterne und eine Nische, die nach Mekka zeigt, errichtet. Die zahlreichen christlichen Einrichtungen, Mosaike, Glocken und der Altar verschwanden - wurden nach Möglichkeit aber nur von muslimischen Symbolen verhangen oder überbaut und nicht komplett zerstört. 1934 wurde die Moschee durch den ersten türkischen Präsidenten Atatürk verstaatlicht und ein Jahr später in ein Museum umgebaut. Somit ist die Hagia Sophia heutzutage weder Kirche noch Moschee, sondern ein geschichtsträchtiges Museum.

Eindrucksvolle Architektur

Die Sophienkirche ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Istanbul, da sie allein durch ihre Größe nicht übersehen werden kann. Besonders beeindruckend ist die 56 Meter hohe Hauptkuppel, die einen Durchmesser von 32 Metern aufweist und von vier mächtigen Pfeilern gestützt wird. Architekten ist bis heute nicht begreiflich, wie solch eine Riesenkuppel zur damaligen Zeit erbaut werden konnte. Hinzu kommen weitere Halbkuppeln und lichtdurchflutete Fenster. Weitere Highlights sind die prächtigen Mosaik-Kunstwerke in den Seitenräume, goldverzierte Werke, antike Säulen und der Moschee-Brunnen im Garten.

Museum

Seit dem 01. Februar 1935 ist die Hagia Sophia ein Museum und wird jährlich von über drei Millionen Menschen besucht. Gründe, warum die Hagia Sophia auch als 8. Weltwunder bezeichnet wurde, sind nicht etwa die schnelle Bauzeit oder die Imposanz des Bauwerks, sondern die schönen Mosaike. Diese verschwinden leider zunehmend. Die in diesem Gebäude vorhandenen Mosaike stellen die wichtigste Wissensquelle über den Stand der Mosaikkunst im 8. und 9. Jahrhundert dar. Das wohl bedeutendste Mosaik ist der thronende Christus über dem Kaisertor.

Die Hagia Sophia bestimmt das Bild der Altstadt von Istanbul und ist ein imposantes Bauwerk mit einer wechselnden Geschichte. Die christlichen und muslimischen Einflüsse sind deutlich erkennbar. Wer Istanbul besucht, für den ist der Besuch der berühmten Kuppelbasilika, die seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ein absolutes Muss.

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