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Der Stephansdom

Das Wahrzeichen Wiens

Der am Wiener Stephansplatz gelegene Stephansdom gehört zu den wichtigsten und beeindruckendsten Bauwerke der österreichischen Hauptstadt. Der eigentliche Name des Sakralbaus ist Dom- bzw. Metropolitankirche zu St. Stephan und allen Heiligen. Mit dem Bau wurde im 12. Jahrhundert begonnen, im 15. Jahrhundert wurde der Stephansdom zur Bischofskirche und Sitz des Bistums Wien. Der Dom ist das bedeutendste Bauwerk der Hoch- und Spätgotik in Österreich.

Geschichte und Bau des Stephansdoms

Heute ragt der Stephansdom mit seinem 136,44 Metern hohen Südturm beeindruckend über die Wiener Innenstadt. Mehr als 343 Stufen sind notwendig, um in die Türmerstube zu gelangen. Bis der Sakralbau sich in voller Pracht präsentierte, vergingen einige Jahrhunderte. Alles begann mit dem Tauschvertrag von Mautern. Dieser Vertrag wurde 1137 n. Chr. zwischen dem Markgrafen Leopold IV. von Österreich und dem Bischof Reginmar von Passau geschlossen und ermöglichte es Letzterem, eine dem heiligen Stephanus geheiligte Kirche außerhalb des Stadtareals zu errichten. Damals befand sich bereits eine Kirche außerhalb der Stadtmauern, über die heute so gut wie nichts bekannt ist. Durch archäologische Funde weiß man allerdings, dass die Grundsteinlegung des heutigen Stephansdoms im Jahre 1137 stattfand. Zehn Jahre später erfolgte die Weihe durch Bischof Reginbert von Passau. Der Neubau bzw. erweiterte Umbau erfolgte von 1200 bis 1263. In dieser Phase entstanden der Westbau mitsamt den Heidentürmen, die Toranlage sowie die Westempore.Die Weihe fand im Jahr 1263 statt. Die dritte Bauphase dauerte von 1304 bis 1511 an. Zunächst ging es um den groß angelegten Chorneubau. Im Jahre 1340 wurden der Chor und seine sechs Altäre eingeweiht. Später folgten ein neues Kapellenpaar und eine Grabanlage für den Herzog Rudolf IV. sowie der Bau des albertinischen Chors. Im 15. Jahrhundert nahm der Dom die heutigen Dimensionen an, das Langhaus und der Nordturm wurden baulich miteinander verbunden und die Errichtung des Dachstuhls begonnen. Jener Dachstuhl ist selbst heute noch eine Meisterleistung der gotischen Handwerkskunst. Heute ist davon leider nichts mehr erhalten, der Dachstuhl wurde durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Es folgten weitere Umbauten im 19. Jahrhundert und umfassende Sanierungen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Dom und seine Architektur

Die Gesamtlänge des Doms bemisst sich auf 107,2 Meter, die Gesamtbreite auf 34,2 Meter. Innerhalb des Stephansdoms lassen sich zahlreiche wertvolle Altäre und Seitenkapellen bestaunen. Dazu kommt der einmalige Domschatz. Dieser enthält kunstvoll gearbeitete Reliquien aus Gold und Edelsteinen, wertvolle Monstranzen und Textilien, verschiedenste Bücher und liturgische Texte. Nicht zu vergessen das Grab von Friedrich III. Der Kaiser ruht in einem gewaltigen Marmor-Sarkophag. Die Deckplatte an sich wiegt bereits acht Tonnen und zeigt den Kaiser mit Herrschaftsattributen und dem Weltapfel. Die Reliefs zeigen die vielen Klostergründungen des Kaisers. Bei diesem Sarkophag handelt es sich um eines der wichtigsten plastischen Kunstwerke des späten Mittelalters. Beachtenswert sind auch die vielen kunsthistorisch wertvollen Kapellen. Vier davon auf der Westseite, zwei auf der nordwestlichen und zwei im südwestlichen Bereich. Dazu gehört die unter vielen Namen bekannte Kapelle auf der Nordwestecke. Sie heißt unter anderem Prinz-Eugen-Kapelle, Kreuzkapelle, Tirnakapelle, Savoyenkapelle oder Liechtensteinkapelle. Der Hochaltar führt einen in die Zeit des Barocks. Der frühbarocke Altar besteht aus Marmor und Stein und gehört zu den Meisterwerken seiner Zeit. Er widmet sich der Steinigung des Heiligen Stephan, darüber befindet sich eine Statue der Immaculata. Der Altar wurde im Jahr 1641 vom Fürstbischof Philipp Friedrich Graf Breuner in Auftrag gegeben, nachdem der gotische Holzaltar vom Holzwurm zerfressen wurde. Auch außen gibt es einiges zu bestaunen, etwa die vielen Drachen, Löwen und Basilisken an der Außenfassade. Interessant ist auch die Statue der „Dienstbotenmadonna“ und ihre Legende. Sie gehört zu den bedeutendsten Statuen der Hochgotik.
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