Gripsholm - eines der schönsten Schlösser Schwedens

Literatur zum Anfassen

Wer denkt nicht an Kurt Tucholsky und seine berühmte Erzählung, diese sommerliche Liebesgeschichte, die im Jahre 1931 publiziert wurde, wenn er von diesem Herrschersitz hört oder liest? Schloss Gripsholm liegt auf einer kleinen Insel im Mälar-See, etwa eine Autostunde von Stockholm entfernt.
Der Name des Schlosses, das einer Renaissance-Burg ähnelt, geht auf das Adelsgeschlecht der Grip zurück, dessen Mitglied Bo Jonsson es 1383 erbauen ließ. Es wechselte im Laufe der Zeit mehrfach den Besitzer, bis im Jahre 1525 Gustav I. Wasa ... nein, nicht eine flache, leichte, krosse Brotsorte erfand, sondern seinen Dauerwohnsitz hierher verlegte, das Schloss ausbauen und befestigen ließ. Vier wehrhafte Türme wurden errichtet, in einem davon lagen Gustavs Gemächer. Nachdem er 1560 verstorben war, geriet Gripsholm erneut in den Besitz wechselnder Schlossherren. Zwischendurch diente es als Gefängnis. In den 1890er-Jahren leitete der Architekt Fredrik Lilljekvist die bislang letzten Umbauten und Restaurierungen.

Ausstattung des Schlosses

Heute ist Schloss Gripsholm innen wie außen sehenswert. Mindestens einen halben Tag sollten Sie einplanen. Schon für die umgebende wasser- und waldreiche Natur lohnt der Besuch. Bei schönem Wetter laden schattenspendende alte Bäume im gepflegten Park zu einer kurzen Rast unter ihnen ein, bevor die Besichtigung der zahlreichen Räumlichkeiten beginnt.
Das Kernstück der Dauerausstellung bildet eine großartige Sammlung von Porträts bedeutender Persönlichkeiten mit mehr als 2000 Bilder, aus der Lebzeit Gustav Wasa bis heute.

Vor allem historische Ereignisse um Gustav I. Wasa herum haben ihre Auswirkungen bis in Gegenwart. Er war der Befreier Schwedens, das zuvor unter der Herrschaft des dänischen Königs gestanden hatte. Eine sach- und fachkundige Führung durch Gripsholms ist zu empfehlen.
Bei rund vier Dutzend Räume des Schlosses im original möblierten Zustand kann man nur staunen. Wenn ein ganzer Tag Zeit ist und Sie mit Ihrer Klasse gerade in Stockholm sind, könnten Sie ein komplettes Programm planen: Eine Dampferfahrt auf dem Mälar-See von der schwedischen Hauptstadt zum Schloss Gripsholm.
Zum Naturreservat Hjorthagen Gripsholm (Hirschgehege) ist es nicht weit, auch nicht zur beschaulichen Kleinstadt Mariefred, die zum Bummeln und Einkehren einlädt.

Schauspielhaus des Königs

Auch das Schlosstheater ist ein Museum. Es war von 1781 bis 1785 das private Schauspielhaus des Königs Gustavs III., erbaut nach den Plänen des schwedischen Architekten Erik Palmstedt. Eine originale Kulisse ist zu bestaunen und etwas ganz Besonderes, die Maschinerie unter der Bühne. Auch sie ist so erhalten geblieben, wie sie im 18. Jahrhundert aussah. Ob sie noch funktioniert ...?
Kurt Tucholsky ist auf dem Friedhof in Mariefred beigesetzt, nicht weit vom Schloss entfernt.
Vielleicht möchten Schulklassen, die etwas von dem deutschen Schriftsteller und Journalisten gehört und gelesen haben, das Grab des Mannes besuchen, der diesen Herrschersitz weit über den deutschen Sprachraum hinaus bekannt und berühmt gemacht hat.
Oder bringen die Namen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel eine Saite zum Klingen?

Wenn Sie eine Klassen- oder Kursfahrt nach Schweden planen, lassen Sie sich Schloss Gripsholm nicht entgehen.

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