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Schloss Fontainebleau

die Pracht französischer Herrscher

Wer bei einer Studienreise oder einer Klassenfahrt und nach den Besichtigungen am Ufer der Seine dem geschäftigen Trubel der Weltstadt Paris für einige Stunden entfliehen möchte, der tut gut daran, sich vor den Toren der Stadt am und im Château de Fontainebleau umzuschauen. Hier verliert sich die Metropole in eine grüne Oase und eine Perle der höfischen Architektur. Über nahezu acht Jahrhunderte war dies die Residenz der französischen Könige. Um bei einer Schulfahrt mehr zu erfahren über die Dynastien der Herrscher seit dem frühen Mittelalter, der kommt an einem Besuch von Fontainebleau nicht vorbei.

Eine Residenz für 34 Könige und zwei Kaiser

Das Schloss Fontainebleau befindet sich sechzig Kilometer südlich der Peripherie von Paris und sein Name leitet sich ab von "Fontaine belle eau", was mit "Quelle des schönen Wassers" übersetzt werden kann. Dort, in der Stille des Waldes der Gemeinde Fontainebleau im Département Seine-et-Marne, entstand zu Zeiten der Regentschaft von Franz I., des französischen Königs aus dem Hause Valois-Angouleme, auf den Grundmauern einer Burgruine aus dem 13. Jahrhundert eine Art Jagdschloss. Das zentrale Gebäude, wie es sich heute darstellt, wurde um 1528 errichtet. Es gilt als erster Bau der Renaissance auf dem Boden Frankreichs und wurde mehrfach ergänzt und restauriert. Von hier aus regierten nicht weniger als 34 Könige und zwei Kaiser, und wer bei einer Studienreise alle zugänglichen der insgesamt 1.500 Zimmer des Schlosses besichtigen möchte, der sollte früh kommen und spät gehen.

Die Handschrift eines italienischen Malers

In kaum einem anderen Schloss Europas ist das höfische Leben jener Zeiten noch immer so sichtbar wie in Fontainebleau, und bei einem Rundgang durch das weitläufige Areal kommt man der Lebenskunst des französischen Hochadels sehr nahe. Das Schloss besteht aus insgesamt fünf Höfen, einer Kapelle, unzähligen Prunkräumen mit Fresken und Stuckaturen sowie einem Garten, der sich noch immer so präsentiert als zu den Zeiten, als Napoleon durch seinen Park spazierte. Es waren insbesondere italienische Künstler, die sich um die Stilelemente des Schlosses verdient machten. Vieles trägt seit Jahrhunderten die Handschrift des Rosso Fiorentino, der sich diesen Künstlernamen gab und eigentlich Giovan Battista di Jacopo hieß. Der rothaarige Maler folgte 1530 einer Einladung Franz I., brachte es binnen weniger Jahre zum Kanonikus an der Sainte Chapelle und verließ Frankreich nie mehr.

Zar Peter der Große und die Juwelen einer Braut

In den tiefen Wäldern um Fontainebleau fanden die Könige reiche Jagdgründe, und das Schloss wurde zum Mittelpunkt rauschender Feste. Unter dem "Sonnenkönig" Ludwig XIV. wurde die Anlage um das sogenannte Grand Parterre, einem von dem Landschaftsplaner André Le Notre entworfenen Garten im französischen Stil erweitert. Er ist noch heute der größte dieser Art auf dem europäischen Kontinent. Fontainebleau war so etwas wie das Gegenstück zum Schloss von Versailles mit seiner eher strengen höfischen Etikette. Vor den Toren von Paris empfingen die Herrscher die gekrönten Häupter anderer Länder sowie Diplomaten und hochdekorierte französische Familien. Im Jahr 1717 trug sich Zar Peter der Große in das Gästebuch des Schlosses ein, und am 5. September 1725 heiratete hier Louis XV. die polnische Prinzessin Maria Leszczynska. Alten Chroniken ist zu entnehmen, dass die Braut unter dem Gewicht ihrer Kronjuwelen bei der Zeremonie fast ohnmächtig wurde.

Vier Museen und Weltkulturerbe der UNESCO

Zu besichtigen sind bei einer Klassenfahrt oder Schulfahrt unter anderem die diversen Wohnräume der Könige. Etliche von ihnen wurden im Jahr 1808 für Napoleon I. umgestaltet und hergerichtet. Schlafzimmer, Büro und Bad zeugen von der Pracht des königlichen Lebens dieser Zeit. Am 6. April 1814 verzichtete Napoleon in Fontainebleau auf den Thron. Alle Gebäude sind um Höfe errichtet, die die verschiedenen Epochen symbolisieren. Seit Ende des 19. Jahrhunderts beherbergt das Schloss vier Museen. Der gesamte Komplex ist seit 1981 UNESCO-Weltkulturerbe.
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