Das Schifffahrtsmuseum in Piräus

Eine Zeitreise durch die griechische Schifffahrtsgeschichte


Eine Klassenfahrt nach Griechenland ist eine Reise zur ältesten Kulturnation von Europa und zu den kulturhistorischen Anfängen unseres Kontinents.
Die Geschichte der griechischen Seefahrt beginnt bereits in der Antike und hat für das Land mit seinen über 3000 Inseln und fast 14.000 km Küstenlinie bis heute einen bedeutenden Stellenwert. Sowohl der wirtschaftliche Wohlstand also auch die Verteidigung des Landes lagen oft zu einem erheblichen Teil in der Hand von Seefahrern. Ein Besuch des Schifffahrtsmuseums in Piräus ist also fast ein Muss, um einen wichtigen Teil der griechischen Geschichte und Kultur kennenzulernen.

Ein Ausstellungsort für die Schifffahrt


Es ist eines der kleineren und weniger bekannten Museen von Griechenland, aber dennoch das größte Schifffahrtsmuseum des Landes. Die erste Idee zur Gründung eines solchen Museums hatte 1867 der Kapitän Gerasimos Zochios, allerdings gelang erst 1949 einer Gruppe von engagierten Bürgern aus Piräus gemeinsam mit Vertretern der griechischen Regierung die Umsetzung dieser Idee. Nach einem Umzug befindet sich das Museum seit 1969 an seinem heutigen Standort mit 1.700 m² Ausstellungsfläche. In den Eingangsbereich wurde ein Teil der alten Mauern integriert, die der Athener Marinegeneral Konon nach dem peloponnesischen Krieg im 4. Jh. v. Chr. zum Schutz des alten Hafens errichten ließ.

Eine schnelle Reise durch die Geschichte der griechischen Seefahrt


Die Dauerausstellung des Museums ist in einzelnen Räumen chronologisch angelegt. Sie beginnt mit der frühhistorischen Zeit und der klassischen Antike, von den Minoern und den Mykenern im 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. über das klassische Athen bis zum Ende der antiken Epoche im 4. Jh. n. Chr. Sie werden dort vor allem Nachbauten vieler verschiedener alter Schiffstypen sehen, aber auch uralte Amphoren, die aus dem Mittelmeer geborgen wurden.
Der nächste Abschnitt ist die des Byzantinischen Reiches und umfasst die Phase zwischen 395 und 1453. Die geostrategische Lage des Reiches zwischen Ost und West, mit Konstantinopel als Hauptstadt und auch dessen Lage zwischen drei Meeren ließen der byzantinischen Schifffahrt große Bedeutung zukommen. Dies gilt sowohl für die Kriegs- als auch für die Handelsschifffahrt, was Sie an Reproduktionen von Schiffen nachvollziehen können. Aber auch Gemälde und Heiligenbilder sind Teil dieses Themenraums.

Politische Dimensionen


Da im griechischen Freiheitskampf für die Unabhängigkeit von der Osmanenherrschaft die griechische Flotte eine bedeutende Rolle gespielt hat, ist dieser Phase der nächste Ausstellungsraum gewidmet. Hier bekommen Sie nicht nur in Nachbauten und Malereien einen Eindruck von den Schiffen, sondern erhalten mit Dokumenten, Portraitmalereien, Waffen und alten Karten auch Informationen zu diesem Teil der politischen Geschichte Griechenlands.
Die nächsten beiden Räume beziehen sich zum einen auf die griechische Marine ab der Unabhängigkeit 1829 bis 1945, denn in dieser Zeit wurde Griechenland Schauplatz mehrerer Kriege, in denen immer auch die Flotte eine Rolle gespielt hat. Und zum anderen lernen Sie etwas über die griechische Handelsschifffahrt von der Unabhängigkeit bis heute, die einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft leistete.
Den letzten Teil der Ausstellung bildet der traditionelle griechische Schiffbau, wo Sie den Entstehungsprozess verschiedener Schiffstypen nachvollziehen, aber auch viele nautische Instrumente bestaunen können.

Seefahrt und Kunst


In der Kunstausstellung des Museums, in dem Gemälde, Zeichnungen und Objekte der Bildhauerei gezeigt werden, bekommen Sie einen Eindruck, wie eng das griechische Volk durch die Geschichte hinweg mit dem Meer und der See verbunden ist.
Sehenswert ist außerdem die Sammlung von Aristoteles Onassis, dessen Name wohl als Synonym griechischen Unternehmertums in der Reederei gilt. Sie umfasst eine große Bandbreite von nautischen Instrumenten, Möbeln und Kunstgegenständen, darunter so einzigartige Stücke wie Walzähne mit eingeritzten kleinen Bildern.
Nach Ihrem Besuch im Schifffahrtsmuseum werden Sie bei Ihrer nächsten Badepause an einem griechischen Strand oder bei der Fahrt auf eine griechische Insel sicher mit einem anderen Blick auf das Meer schauen.
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