Der Dogenpalast in Venedig


Wer Venedig besucht, sollte sich nicht nur per Gondel durch die Kanäle fahren lassen, sondern unbedingt auch dem Dogenpalast einen Besuch abstatten.

Der Palazzo Ducale


Venedigs Dogenpalast wirkt von außen leicht und elegant. Der schöne Bau war ursprünglich um das Jahr 814 am Rivo Alto erbaut worden – aufgrund von Plünderungen, Aufständen und von verheerenden Bränden in den Jahren 1574 und 1577 wurde er allerdings immer wieder verändert. Während die ersten Bauten noch aus Holz errichtet wurden, kam es unter der Regentschaft des Dogen Sebastiano Ziano zu bedeutenden Veränderungen. Ziano entstammte der venezianischen Oberschicht, zwischen 1172 und 1178 war er der 39. Doge von Venedig. Zu seinen besonderen Verdiensten zählt eine vorausschauende Stadtplanung. In diesem Kontext war ein neuer Dogenpalast aus Stein, der Vorläufer des heutigen Bauwerkes, entstanden.

Die Säulen des Palasts


Heute ist der Dogenpalast eines der berühmtesten Bauwerke der Lagunenstadt. Er befindet sich an der Piazzetta zwischen dem Bacino San Marco und der Markuskirche, genau gegenüber der alten Münze Zecca und der Libreria. Scheinbar seit eh und je bewachen zwei antike Säulen aus der libanesischen Hafenstadt Tyrus den Zugang zur Piazzetta San Marco: die Colonna di Todaro mit dem Schutzpatron St. Theodor auf ihrer Spitze und die mit einem Löwen gekrönte Colonna di San Marco. Beide Säulen hatten venezianische Seefahrer im Auftrag des Dogen von ihren Reisen mitgebracht.

Die Regierung Venedigs


Der Dogenpalast war über Jahrhunderte nicht nur der Palast des Dogen, sondern auch der Sitz der Regierung der Republik. Im Lauf der Zeit kamen einige Neubauten hinzu, letztendlich entstand die bekannte Melange aus byzantinischen, gotischen und Einflüssen der Renaissance.
Wer über die „Treppe der Giganten“ oder die „Goldene Treppe“ die luxuriösen und zugleich gemütlichen Gemächer der Dogen erreichen will, sieht zunächst eindrucksvolle, prunkvolle Räume, in denen die Regierungsgeschäfte getätigt worden waren. Heute werden hier interessante, wechselnde Ausstellungen präsentiert. Als größter Saal gilt der Saal des Großen Rates Sala del Maggior Consigllio. Hier wurden die Dogen gewählt und die politischen Leitlinien diskutiert. Dort befindet sich auch der Balkon oder die Loge des Dogen: Sie gestattet einen weiten Blick über das San-Marco-Becken.

Die Palast-Arkaden


Im Dogenpalast spiegeln sich elf Jahrhunderte wechselvoller venezianischer Geschichte wieder. Bedeutende Kunstwerke sind hier die Gemälde von Paolo Veronese und von Jacopo Tintoretto, die oft der venezianischen Republik gewidmet sind.
Der Palast war auch Stätte des Gerichts – im Sala della Quarantia Criminal wurden die Urteile verkündet, danach wurden die Verurteilten über die berühmte Seufzerbrücke in die Gefängnisse gebracht. Im Vergleich zu den Pozzi, den modrigen Kerkern, waren die sagenumwobenen Bleikammern wohl gar nicht so schrecklich.

Das versperrte Tor


Die Porta della Carta ist der Eingang zum alten ältesten Gebäudeteil an der Westfront des Palastes. Das Tor stammt aus dem 15. Jahrhundert und liegt zwischen dem Markusdom und dem Anfang der Kolonnade. Das Tor führt in den Innenhof des Dogenpalasts und war früher für die Bürger Venedigs versperrt. Den alten Gebäudeteil hatten nach dem Jahr 1438 Vater und Sohn Bon erbaut – beides berühmte venezianische Bildhauer und geniale Baumeister ihrer Zeit.
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