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Blick zum Kloster - Foto: Anton Ignatenko auf Pixabay
Blick zum Kloster - Foto: Anton Ignatenko auf Pixabay
Benedektinerabtei Santa Maria de Montserrat und die Schwarze Madonna


Das Benediktinerkloster Santa Maria de Montserrat befindet sich auf dem Berg Montserrat, gut 45 km nordwestlich von Barcelona. Auf dem 1.236 Meter hohen Berg blickt man weit in das katalonische Hinterland hinein. Das eigentliche Interesse sollte allerdings dem Benediktinerkloster gelten, seiner Geschichte, der berühmten Madonna-Statue sowie dem Museum.

Geschichte der Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat


Die Ursprünge des Klosters gehen auf eine Marienstatue zurück. Um 880 soll sie im Gebirge gefunden worden sein. Anschließend errichteten die Einsiedlermönche, welche das Gebirge bewohnten, eine Kapelle um die Marienstatue. Im Jahre 1025 folgten die Gründungen der Klöster Santa Maria de Ripoll, Montserrat und Saint-Martin-du-Canigou. Zwischenzeitlich befand sich das Kloster Montserrat in Abhängigkeit vom Kloster Ripoll. In den Jahren 1409 und 1431 konnte Montserrat seine Eigenständigkeit durch päpstliche Erlasse wiederherstellen.
Napoleonische Truppen zerstörten das Kloster in den Jahren 1809 und 1811. Im Jahre 1835 wurden Güter der Kirche vom spanischen Staat konfisziert. In den darauffolgenden Jahren wurde das Kloster erneuert. Im Jahre 1881 erklärte der Papst Leo XIII. die Kirche des Klosters zur Basilika.
Zur Zeit des Franco-Regimes leistete das Kloster Widerstand, indem es die katalanische Sprache pflegte und viele Schriften in katalanischer Sprache sammelte. Die Mönche hielten weiterhin Messen in Katalanisch ab. Außerdem versteckten sie viele Hundert Verfolgte. Das führte zur Hinrichtung von mehr als 20 Mönchen. Noch heute gilt das Kloster den Katalanen als Symbol des Widerstandes.

Die Statue der Schwarzen Madonna und andere Sehenswürdigkeiten


Viele Touristen und auch Gläubige reisen allein wegen der Statue der Schwarzen Madonna zum Benediktinerkloster. Die Figur stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Schwarze Madonna ist eine Schutzheilige Kataloniens. Auf ihrem Schoß trägt sie das Christuskind. Sie gelangen rechts neben dem Haupteingang der Basilika zur „Camaria de la Virgen“, in der sich die Schwarze Madonna befindet.
Die Schlangen vor der Statue können sehr lang sein, denn auch viele Einheimische kommen hier rauf, um vor der Statue zu beten. Die Zeit kann man sich damit verbringen, die bemalten Glasfenster der Basilika zu betrachten. In der Kammer hat man einen guten Blick auf den Innenraum der Basilika, da sie zum Chorraum hin offen ist. Auf der linken Seite verlässt man die Kammer und gelangt in eine Kapelle mit einer Abbildung des Heiligen Georg.
In dem Museu de Montserrat werden über 1.300 Stücke ausgestellt. Sie Sammlung umfasst auf der einen Seite Gemälde aus dem 19. bis 20. Jahrhundert von Künstlern wie Salvador Dalí, Monet und Pablo Picasso. Gegründet wurde es jedoch als „Biblisches Museum“. Zu den christlichen Ausstellungsstücken gehören byzantinische und römische Keramiken, liturgische Goldschmiedearbeiten aus dem 15. bis 20. Jahrhundert sowie byzantinische und slawische Ikonen. Das älteste Ausstellungsstück ist der ägyptische Sarkophag aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. Der Sarkophag ist Teil der Sammlung „Biblischer Osten“, zu dem Stücke aus dem Heiligen Land, Ägypten, Mesopotamien, Griechenland und Zypern gehören.
Die Umgebung um das Kloster ist gut erschlossen und eignet sich für ausgedehnte Wanderungen, etwa über den Via Crucis (Kreuzweg). Eine Anreise ist zum Beispiel vom Ort Monistrol möglich oder mit dem Zug aus Barcelona. Von Monistrol aus kann man mit der Zahnradbahn „Cremallera“ den Berg hinauffahren.

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