Dänisch-Jüdisches Museum Kopenhagen

in das historische Herz Kopenhagens

Das dänische jüdische Museum an der Proviantpassagen im ehemaligen Bootshaus der 1622 erbauten Königlichen Bibliothek, liegt auf der 21 Hektar großen Insel Slotsholmen in der südöstlichen Innenstadt Kopenhagens in der direkten Nachbarschaft von Schloss Christiansborg sowie diverser Museen und Regierungseinrichtungen. Ideen und Pläne für ein der Geschichte der dänischen Juden seit dem 17. Jahrhundert gewidmetes Museum gab es bei der dänisch-jüdischen Gesellschaft schon ab 1985. In den 1990er-Jahren kam es zu ersten Treffen der Organisation mit dem berühmten US-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind. Ab Juli 2002 wurde das Bootshaus grundlegend und umfassend saniert sowie umgebaut. Im September 2003 waren die Arbeiten abgeschlossen und das Museum öffnete im Juni 2003 seine Pforten für das Publikum. Das Museum ist das erste seiner Art für eine ethnisch-religiöse Minderheit in Dänemark, Mitglied der „Association of European Jewish Museums (AEJM)“ und des dänischen Museumsverbunds „Organisationen Danske Museer (ODM)“. Museumsdirektor Janne Laursen ist Teilnehmer der dänischen Delegation der „International Holocaust Remembrance Alliance“.

Architektur und Konzeption des Museums entsprechen der jüdischen Geisteswelt

Das jährliche Budget des Dänischen Jüdischen Museums in Höhe von gut 130.000 Euro wird von der Stadt Kopenhagen, dem Staat Dänemark, sowie knapp 20 privaten Stiftungen finanziert. Das Haus ist seit 2011 als Teil des offiziellen dänischen Kulturerbes anerkannt und beschäftigt aktuell ca. 30 Mitarbeiter. Ein Großteil der Spenden, Schenkungen und Dauerleihgaben stammt von der jüdischen Gemeinde Dänemarks und aus der Judaika-Sammlung der Königlichen Bibliothek. Ab 2007 erfolgte ein umfangreiches Projekt zur Erforschung des Schicksals der dänischen Juden während der deutschen Besatzung und des Zweiten Weltkriegs zwischen 1943 und 1945, das 2013 in der gut besuchten und viel beachteten Sonderausstellung „HOME“ präsentiert wurde. Die gelungene architektonische Umsetzung des vom hebräischen Wort „Mitzvah“ für Gebot, Verpflichtung und Einbindung inspirierten Museumsmottos, wurde 2005 mit dem begehrten „American Architect Award“ ausgezeichnet. Libeskind orientierte sich bei seinem Entwurf am klassischen Aufbau und der der vielschichtigen Kommentierung religiöser jüdischer Texte aus dem Talmud und ließ die Gänge in der Form der Buchstaben des Wortes „Mitzvah“ gestalten.

Ein Schwerpunkt ist die erfolgreiche Rettung vieler dänischer Juden vom Holocaust

Die in hellen Farben gehaltene Holzvertäfelung der Wände des Museums, erinnert an den regionalen nordischen und skandinavischen Kontext des Hauses, die leicht abfallenden und schrägen Böden symbolisieren das nahe Meer. Für die helle Beleuchtung der Räume sorgen auch große und teils unregelmäßig in das Mauerwerk gesetzte Fenster. Auffällig ist die gekonnte Verbindung der alten Ziegelsteinmauern, mit den modernen bis futuristischen Gestaltungselementen, die von zahlreichen Besuchern besonders lobend erwähnt wird. Die fünf thematisch gegliederten Ausstellungsbereiche „Arrivals“ (Ankünfte), „Standpoints“ (Standpunkte), „Mitzvah“ (Gebot) sowie „Traditions“ (Traditionen) und „Promised Lands“ (gelobtes Land) entspricht der traditionellen Aufteilung der jüdischen Geistesgeschichte wie auch den Phasen der Entwicklung der jüdischen Diaspora in Dänemark. „Arrivals“ beleuchtet die Herkunft der dänischen Juden aus Ländern, wie etwa Deutschland, Polen, Spanien und Russland, sowie deren Ankunft und langsame Integration in Dänemark. „Standpoints“ zeigt, die teils konträren Lebensentwürfe innerhalb der jüdischen Gemeinde auf. „Mitzvah“ widmet sich der Rettung zahlreicher dänischer Juden im Oktober 1943. Im Bereich „Traditions“ sind jüdische Alltags- und Kulturgegenstände ausgestellt. „Promised lands“ ist eine historische Gesamtsicht der jüdischen Emigration in über 2.000 Jahren.

Zur Vorbereitung des Museumsbesuchs können Schüler schon online Fotos sehen

Aktuell besteht die Sammlung des Dänischen Jüdischen Museums in Kopenhagen aus insgesamt über 5.500 Exponaten, darunter mehr als 3.500 Fotografien sowie eine Vielzahl von Kunstwerken, Film- und Tonaufnahmen. Nicht nur Teilnehmer einen Klassenfahrt oder Studienreise können die sehenswerte Dauerausstellung ganzjährig vor Ort besichtigen. Auch online stehen viele der Exponate in den beiden allgemein zugänglichen Datenbanken „Museernes Samlinger“ (dänisch) und „Kunstindeks Danmark“ (englisch) zur Verfügung. Auf Anfrage und nach vorheriger Anmeldung werden für Schulklassen auch fachkundig geleitete Führungen mit den wählbaren thematischen Schwerpunkten Religion, Geschichte oder Rettung der dänischen Juden 1943 durch das Museum angeboten. Vor oder nach einem Besuch des Hauses, können im Rahmen einer Klassenfahrt oder Studienreise auch gut fußläufig in kurzer Zeit erreichbaren Sehenswürdigkeiten, wie das dänische Parlament Folketing, die ehemalige Marinewerft Orlogsværftet und der im Jahr 1999 eröffnete Anbau der Königlichen Bibliothek mit dem Namen „Sorte Diamant“ (Schwarzer Diamant), besichtigt werden. Community: 0 Bewertungen
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