Royal Pavilion im südenglischen Seebad Brighton

Der Royal Pavilion wurde zwischen 1815 bis 1822 in Brighton auf Veranlassung vom damaligen Prince of Wales errichtet, bzw. das ursprünglich hier genutzte Gebäude erweitert. Der Prinz, später König George IV., ließ den Pavilion in seinen Fassaden wie einen indischen Mogulpalast errichten. Sein Inneres ist jedoch stark von chinesischen Einflüssen geprägt. So gilt der Royal Pavilion von Brighton bis heute als der exotischste Palast in ganz Europa. Schon seit 1850 befindet er sich allerdings im Besitz der Stadt Brighton, die insbesondere seit dem Zweiten Weltkrieg intensive Maßnahmen betreibt, den Royal Pavilion in seinem Ursprungszustand als Attraktion für Touristen, aber auch als Veranstaltungsort zu bewahren.

Frühe Geschichte des Royal Pavilion

Der Prince of Wales lebte häufig einige Zeit pro Jahr mit seinem Onkel in Brighton im damaligen Grove House. Wegen seiner Liebe zum Spiel und zum Theater sowie der vielfältigen Bademöglichkeiten, die alle hier befriedigt werden konnte, war der Prince of Wales ein großer Anhänger der Stadt Brighton. Deshalb entschied er sich, hier einen großen Palast errichten zu lassen: den Royal Pavilion. Dieser sollte seiner Familie als Unterkunft bei Ausflügen nach Brighton dienen, aber ebenso Theater und andere Aufführungen möglich machen.

Als der Prince of Wales später zum König von England aufgestiegen war, zeigte sich seine Familie nur wenig angetan von Aufenthalten im Royal Pavilion. Die Anlage bot quasi keinen Schutz gegen neugierige Blicke von außen. Zudem war Brighton inzwischen ans Eisenbahnnetz angeschlossen, was für regen Tourismus im immer beliebter werdenden Seebad sorgte. Dieser Tourismus widersprach aber den Vorstellungen von Privatsphäre der übrigen englischen Königsfamilie.

Während König George bereits 1830 verstarb, erfolgte die Erschließung durch die Eisenbahn erst 1841. Doch die Konsequenzen dessen bewirkten rasch, dass sich das Königshaus vom Royal Pavilion trennte. Schon 1850 wurde er für 53.000 Britische Pfund an die Stadt Brighton verkauft.

Spätere Geschichte des Royal Pavilion

Mit dem Erwerb dieses riesigen Gebäudes begann man mit der Nutzung des Royal Pavilion für Versammlungen und weitere Veranstaltungen. Während des Ersten Weltkriegs diente es als Lazarett, insbesondere für in der Nähe anlandende Truppen aus Indien und Westindien. Erst seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und mit dem danach noch stärker aufkommenden Tourismus entschied man sich endgültig, viel in Restauration und Instandhaltung des Royal Pavilion zu investieren. Infolgedessen gilt der Royal Pavilion nicht nur als der exotischste in Europa, sondern auch als einer der Bestgepflegten. Was wiederum einen Besuch darin sehr spannend werden lässt. Der Mix aus dem umgebenden, sehr englischen Ambiente, der indisch geprägten Fassade und seinem ostasiatischen Interieur ist für viele Besucherinnen und Besucher ein unvergessliches Erlebnis.

Sein Inneres umfasst zahlreiche äußerst sehenswerte Räume, wie:
den Musikraum
den Bankettraum
die große Küche
eine Schatzkammer
die royalen Schlafgemächer
eine Ausstellung über die Zeit als Lazarett
die Prinzregenten-Galerie
Garten und weitere Außenanlagen


So kann man durchaus einiges an Zeit hier mit seiner Begleitung verbringen und in dem Anblick des anmutig gestalteten Mobiliars schwelgen.

Heutige Besuchsmöglichkeiten

Seit man intensiv darauf ausgerichtet ist, Besuchern dieses schöne Stück Brighton und England zu zeigen, ist auch Filmen und Fotografieren im Royal Pavilion erlaubt. Trotz der großen Zahl an Besuchern - zuletzt waren es etwa 400.000 im Jahr – kommt man mit dem Andrang gut zurecht. Außerdem kann man sich hier auch standesamtlich trauen lassen - oder man nutzt die ausgiebigen Möglichkeiten, in den großen Parkanlagen zu entspannen. Zudem befindet sich der Royal Pavilion mitten im Herzen von Brighton, direkt am berühmten Pier. Die Anreise ist also unproblematisch möglich und nach einem Besuch des Royal Pavilions kann man gleich den Rest von Brightons Zentrum erkunden.
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