Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn


Wenn Sie auf Ihrer Klassenfahrt auf der A 2 zwischen Magdeburg und Braunschweig unterwegs sind, sollten Sie unbedingt einen Zwischenstopp an der Gedenkstätte zur Deutschen Teilung in Marienborn einplanen. Der größte Grenzübergang der ehemaligen DDR ist mit beinahe allen Teilgebäuden erhalten und beherbergt eine sehenswerte Dauerausstellung zu diesem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte.

Kapitalistischer Einfluss unerwünscht

Die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) arbeitete mit allen Mitteln an einem durch den Sozialismus geprägten Staat. Einflüsse aus dem demokratisch-kapitalistisch regierten Nachbarland der Bundesrepublik Deutschland (BRD) waren nicht erwünscht. Und so war es ein großes Anliegen der DDR-Staatsbediensteten, Kontakte zwischen DDR- und BRD-Bürgern zu vermeiden. Ebenfalls wollte die Regierung verhindern, dass die DDR-Bürger nach Belieben in das westliche Nachbarland ausreisten oder gar auswanderten. In welchem Ausmaß dies betrieben wurde, können Sie mit den Schülerinnen und Schülern auf Ihrer Studienreise in Marienborn auf eindrucksvolle Weise erfahren: Über 30 Hektar groß ist dieser Grenzposten, von dem heute 7,5 Hektar zur öffentlichen Besichtigung freigegeben sind. Zahlreiche Gebäude gehörten dazu, denn die Regierung der ehemaligen DDR wollte stets genau wissen, wer wann und aus welchem Grund den Staat betrat oder verließ. Zur freien Besichtigung auf Ihrer Klassenfahrt stehen Ihnen der ehemalige Wachturm, die Wechselstube und die zahlreichen Gebäude für den Warentransport zur Kontrolle und Verzollung zur Verfügung. Zahlreiche Infopunkte vermitteln die nötigen Fakten rund um alle erhaltenen Häuser und Anlaufpunkte.

Traurige Schicksale

Viele Einwohner der ehemaligen DDR fühlten sich von der Regierung und ihren Ansichten und Methoden eingeengt, zum Teil sogar bedroht. Das Land offiziell zu verlassen war aber so gut wie unmöglich, sodass viele Menschen ihren Ausweg in einer illegalen Flucht suchten. Da sich auf dem Gelände schon damals ein Rastplatz mit Restaurant befand, wollte die DDR-Regierung verhindern, dass Marienborn ein Treffpunkt zum Austausch von Waren und Informationen wurde. Auf dem Dachboden des Restaurantgebäudes hatte daher die Staatssicherheit einen Beobachtungsposten, und auf dem Gelände waren Überwachungskameras installiert. Viele Fluchten aus der DDR in die BRD endeten auf tragische Weise in Marienborn. Von einzelnen Schicksalen können Sie auf Ihrer Schulfahrt in der Dauerausstellung im Besucherzentrum erfahren: Lesen Sie gemeinsam über das persönliche Schicksal einzelner Menschen, ihre Mühe und Angst bei der Vorbereitung der Flucht und dem unendlichen Schrecken, wenn die Grenzkontrollen den blinden Passagier aus dem Auto zogen und in eines der Staatsgefängnisse überführten. Schauen Sie sich in der Ausstellung Zeugenberichte und Auszüge aus den Unterlagen der Staatssicherheit an, die verdeutlichen, mit welcher Energie und Unnachgiebigkeit die individuelle Freiheit der Menschen hier jahrelang eingeschränkt wurde. Nehmen Sie auch Anteil an den Leidenswegen der Menschen, die bei einem Fluchtversuch ihr Leben verloren.

Ein Ort der Erinnerung

Durch die friedliche Revolution der Bürgerinnen und Bürger endete im Jahr 1989 die Herrschaft des Sozialismus' in der DDR. Die beiden Teile Deutschlands wurden wieder ein Land, in dem sich jeder Mensch frei bewegen und seine Meinung äußern darf. Die Gedenkstätte Marienborn möchte besonders den Jüngeren, die diese Ereignisse noch nicht miterlebten, nahebringen, wie wichtig Freiheit und Demokratie in einem Land sind. Daher ist der Besuch der Gedenkstätte Marienborn ein wichtiges und eindrückliches Ereignis auf jeder Studienreise.
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