Militärhistorische Ausstellung bei Kolberg

Das Militärmuseum der polnischen Stadt Kolberg (Kołobrzeg) eignet sich gut für einen kurzen Abstecher und etwas Abwechslung. Das Museum der Geschichte des polnischen Heeres (polnischer Waffen) enthält über 70 Militärfahrzeuge, Flugzeuge, Panzer und Artilleriegeschütze vor allem aus dem 20. Jahrhundert. Das Museumsgelände erstreckt sich von der Technikhalle über das Freigelände bis zu einigen Außenstellen in Kolberg. Gegründet wurde das Museum, welches an die Verteidigung Kolbergs im Jahre 1807 erinnern sollte, im Jahre 1925 mit dem Namen Nettelbeck-Museum. Damals befand es sich im nahen Patrizierhaus.

Militärgeschichte Polens vom Mittelalter bis zur Moderne

Das Museum für Militärgeschichte ist inmitten der Stadt gelegen. Sobald man den Parkplatz betritt, fühlt man sich gleich wie auf einem Militärgelände zwischen Geschützen, Panzern und Flugzeugen. Auf viel trockenen Text wird hier verzichtet, stattdessen gibt es die Exponate aus nächster Nähe zu bestaunen und anzufassen.
Das Museum vermittelt einem die militärische Tradition Polens, die bei der Schlacht vor Wien im Jahre 1683 ihren Höhepunkt fand. Pfeilspitzen, Äxte und andere Grabungsstücke stellen die Zeugnisse aus der Frühzeit Polens dar. Wirklich historisch fassbar wird es mit der Piasten-Zeit, der Herrscherdynastie ab dem 9. Jahrhundert und ihrem Heer. Daneben gibt es viele Rüstungen, Uniformen und Waffen seit dem frühen Mittelalter bis in die Neuzeit. Zeichnungen ahmen eine frühe Burg Kolberg nach sowie einen Angriff auf das Fort Münde, wo sich heute der bekannte Leuchtturm befindet.
Einen großen Teil der Ausstellung machen die modernen Exponate aus, vor allem aus der Zeit des Kalten Krieges. Auf dem Gelände steht unter anderem ein „Würger“, ein Jagdflugzeug vom Typ Focke-Wulf fw 190 und eine Boing B17 Flying Fortress. Daneben steht ein Exemplar des berühmten russischen Panzers T34 und viele weitere Militärfahrzeuge aus der Vorkriegszeit, des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit. Zum Beispiel das Motorrad Falcon 600 aus dem Jahre 1936 oder eine russische MiG 19P. Eine Besonderheit stellt die Enigma-Chiffriermaschine dar, die zur Dauerausstellung des Museums gehört.

Besuch der Außenstellen

Der Rundgang im Museum dauert rund 45 bis 90 Minuten, je nach Interesse und dem Besucherandrang. Jährlich besichtigen bis zu 130.000 Besucher das Museum, was bei der Größe des Geländes eher selten ins Gewicht fällt. Die meisten Exponate sind kaum beschriftet, viele der Beschriftungen sind nur auf Polnisch verfasst, mehrsprachige Text gibt es nur wenige. Es gibt jedoch kleine Hefte, in denen die Ausstellungsstücke auch in deutscher Sprache erklärt werden.
Insgesamt gibt es drei Standorte des Museums: das eigentliche Museum und die beiden Außenstellen. Die Außenstellen umfassen das Museum für Stadtgeschichte im braunschweigschen Haus und den Hafen, in dem sich das Boot „ORP Fala“ befindet.
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