Unterirdisches Highlight: Die Barać-Höhle in Kroatien

Schüler und Studierende mit Schwerpunkt Geografie aufgepasst: Wird ein passendes Exkursionsziel gesucht, bietet sich eine Fahrt nach Kroatien an. Das Territorium offeriert vor allem in geologischer Hinsicht einige spannende Ziele. Nicht alle sind überirdisch angeordnet. Einige befinden sich unter der Erde und verschaffen Einblick in die geotektonische Struktur Kroatiens. Diesbezüglich ist die Barać-Höhle hervorzuheben. Im Gegensatz zu anderen Höhlensystemen ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich und ergänzt das touristische Angebot des Landes auf spannende Weise.

Reizvolle Ausflugsziele

Rund zehn Millionen Menschen reisen jährlich nach Kroatien. Damit zählt der Tourismus zu den tragenden Säulen des Bruttoinlandsproduktes. Etliche Branchen sind direkt oder indirekt vom Reiseaufkommen abhängig. Die meisten Touristen besuchen eine oder mehrere der vorgelagerten Inseln. Viele Destinationen haben sich den Bedürfnissen der Branche angepasst und bieten Tages- und Übernachtungsgästen alles, was ihr Herz begehrt. Entsprechend der mediterranen Ausrichtung spielt der Wassersport eine wesentliche Rolle im touristischen Gefüge. Hier ist von Kitesurfen über Bootstouren bis hin zum Hochseefischen alles möglich. Doch auch, wer sich auf dem Festland aufhält, kann auf interessante Offerten zurückgreifen. Eine davon führt direkt hinein in die kroatische Unterwelt. Es handelt sich um ein Höhlensystem namens Barać.

Seit 20 Jahren Touristenmagnet

Interessierte finden die Barać-Höhle östlich der Stadt Rakovica in etwa sechs Kilometen Entfernung. Hinweisschilder leiten Besucherinnen und Besucher direkt zum Eingang der Höhle, die eine lange Historie aufweist. Bereits im Jahr 1892 wurde das Gelände erstmals für Touristen zugänglich gemacht, wobei die erste Phase der Öffnung lediglich drei Jahrzehnte umfasste. Die zweite Phase begann erst 80 Jahre später, im Jahr 2004. Seitdem verzeichnet die Höhle jedes Jahr mehrere Tausend Gäste. Das freigegebene Areal umfasst rund 200 Meter, wobei die übrige Hälfte der Höhle unzugänglich ist. Auch untergeordnete Bereiche sind ausschließlich von Geologen und anderen Wissenschaftlern zu begehen.

Die Unterwelt ist hell erleuchtet

Konkret handelt es sich bei der Barać-Höhle um einen Hohlraum im Karst. Seine Erkundung ist im Rahmen einer Führung möglich. Ein Rundgang dauert etwa eine Stunde und wird in verschiedenen Sprachen, unter anderem in Deutsch, angeboten. Das Personal ist bestens geschult und informiert über die historische Prägung der Höhle. Während der Tour kommt der Besucher in Kontakt mit typischen Gesteinsformationen wie Stalagtiten, Stalagmiten und Stalagnaten. Um entsprechende Ein- und Aufblicke zu ermöglichen, ist die Höhle ausgeleuchtet. Zwar ist ihre Begehung gefahrenlos, doch der Zugang wird nur mit Schutzhelm gewährt. Da die Temperatur ganzjährig 9 Grad beträgt, ist auf warme Kleidung und festes Schuhwerk zu achten.

Bären und Fledermäuse

Die Durchschreitung der Höhle ist ein generationenübergreifendes Erlebnis. Es gewährt Einblick in naturalistische und geschichtliche Prozesse. So kommt der Besucher beispielsweise an einem Unterschlupf vorbei, der ehemals von einem Bären als Schlafplatz genutzt wurde. Wenige Meter weiter befindet sich der Fundort eines prähistorischen Halsbandes. Höhepunkt der Führung ist das Löschen der Lichter. Die absolute Dunkelheit öffnet die Sinne für eine Reihe spektakulärer Umgebungsgeräusche. Einige von ihnen werden von vorbeifliegenden Fledermäusen verursacht. Die ungefährlichen Säuger brauchen zum Fliegen kein Licht. Zwecks Orientierung nutzen sie das Echo des Ultraschalls. Community: 0 Bewertungen
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