Zollmuseum Friedrichs in Aachen – spannende Geschichten einfach erklärt

Das Zollmuseum Friedrichs in Aachen widmet sich der Geschichte des Zolls. Die private Sammlung unter ehrenamtlicher Leitung präsentiert eine Vielzahl interessanter Exponate. Die Objekte stehen alle mit Zoll und Schmuggel in Verbindung. Im Aachener Zollmuseum Friedrichs ist man davon überzeugt, dass die Ausstellung dazu beiträgt, die abwechslungsreiche Zollgeschichte der Region im Grenzgebiet zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden lebendig zu halten.

Eine umfangreiche Sammlung zum Thema Zoll, Maut und Schmuggel

Ein eher unscheinbares Haus an der Horbacher Straße in Aachen beherbergt eine der spannendsten Sammlungen zum Thema Zoll und Schmuggel. Das Zollmuseum Friedrichs befindet sich nahe einer alten Römerstraße und zur Landesgrenze zwischen Deutschland und den Niederlanden. Die Geheimnisse, die es an diesem Ort zu ergründen gibt, entfalten sich erst beim Betreten der Museumsräume.

Das Gebäude, in dem die 22 Ausstellungsräume untergebracht sind, diente früher als Zollamt. Vor einigen Jahrzehnten noch war es üblich, am heruntergelassenen Schlagbaum zu warten. Zollkontrollen waren an der Tagesordnung. An die Frage: „Haben Sie etwas zu verzollen?“, erinnern sich vorwiegend ältere Menschen und Geschäftsleute. Seitdem die Europäische Union weitgehend auf Grenzkontrollen verzichtet, haben sich die Verhältnisse geändert. Ohne Zwischenstopp geht es nun von Deutschland nach Belgien und in die Niederlande. Somit wurde das einstige Zollamt überflüssig und stand zunächst leer.

In den 1990er Jahren (das genaue Datum ist unbekannt), richtete der ehemalige Zollbeamte Leo Friedrichs im Zollhaus ein Museum ein. Nach und nach wuchs die Sammlung um weitere Objekte. Inzwischen sind rund 3.000 Exponate zu sehen. Über den Zoll und die damit verbundenen Kontrollen informiert ein Film, der sich auch mit diversen Schmuggelmethoden befasst. Den Schmuggelfilm können Sie sich gemeinsam mit Ihren Schülerinnen und Schülern anschauen, bevor Sie sich im Museum umsehen. Die Filmaufnahmen wirken authentisch und spannend und bieten viel Wissenswertes. Wer hätte gewusst, dass Schmuggler schon in römischer Zeit in Aachen vielerlei Schätze über die Grenze brachten? Der im Zollmuseum Friedrichs gezeigte Film beginnt mit der historischen Stadtgeschichte von der Stadtgründung durch Karl den Großen über die mittelalterliche Ritterzeit bis zum 21. Jahrhundert.

Abenteuerliche und kuriose Fakten über das Leben zwischen den Ländergrenzen

Die Fülle an Artefakten, die zur Sammlung des Aachener Zollmuseums Friedrichs zählen, ist beeindruckend. Bei einem Rundgang erfahren die Besucherinnen und Besucher bemerkenswerte Details zu den verschiedenen Objekten. So manche Geschichte hört sich abenteuerlich, erstaunlich oder kurios an. In der Welt des Zolls und des Schmuggels gleicht kein Tag dem anderen. Alte Uniformen von Zollbeamten, von Schmugglern präparierte Milchkannen oder gar ausgestopfte Tiere ermöglichen spannende Einblicke in eine „Unterwelt“ zwischen den Ländergrenzen. Jedoch stammen die Fundstücke nicht ausschließlich aus der Aachener Gegend. Das älteste Objekt soll bereits im alten Ägypten genutzt worden sein. Damals entstand eine Methode, die dazu diente, den Stand des Nilhochwassers zu messen. Die Messergebnisse bildeten die Grundlage zur Besteuerung und zur Erhebung von Zollgebühren. Zur umfangreichen Sammlung des Zollmuseums Friedrichs in Aachen leisteten neben dem Museumsgründer Christian Friedrichs auch viele weitere pensionierte Zollmitarbeiter sowie Mitglieder des Heimatvereins ihren Beitrag. Auf diese Weise kamen die vielen Ausstellungsstücke zusammen. Dazu zählen Kaffeekannen als Schmuggelverstecke ebenso wie Schuhe mit doppelter Sohle, in denen sich Schmuggelgut gut verbergen ließ. Community: 0 Bewertungen
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