Die Schaukäserei Ettal

Kulinarische Geheimnisse hinter Klostermauern


Schon immer verbargen sich hinter den mächtigen Mauern der Klöster Geheimnisse, und nicht selten waren sie kulinarischer Art. So entstand aus den Kenntnissen heilender Rezepturen der Ettaler Klosterlikör, gereift in mächtigen Fässern aus Eichenholz. Doch das bei Urlaubern so beliebte Kloster in den Ammergauer Alpen braut nicht nur einen Wein zu Weinbrand und vertreibt es in verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen. Vielmehr widmen sich die dort lebenden und arbeitenden Mönche des Benediktiner-Ordens auch der klösterlichen Land- und Forstwirtschaft und fördern die beliebte Schaukäserei Ettal. Und dies in einem ansehnlichen oberbayerischen Haus, das allein den Besuch wert ist.

Ein Käse mit einem "guten Charakter"


Den Mönchen des Klosters Ettal blieb es nicht verborgen, dass im ausklingenden Mittelalter nicht nur die Städte in der Umgebung wuchsen, sondern auch das Interesse der dort lebenden Menschen an den Produkten aus der Milch der Kühe, Ziegen und Schafe. Nach und nach und dank großer Geduld gelang es, dem Käse einen "guten Charakter" zu verleihen und seinen Geschmack zu verbessern. Im Kloster Ettal reifte die Idee eines Handels mit Käseprodukten aber erst in jüngerer Zeit. Genauer gesagt am 19. August 2005, als der Abt, der im Jahr 1330 durch Kaiser Ludwig IV. gegründete Anlage die Schaukäserei im Rahmen eines Festaktes offiziell ihrer Bestimmung übergab.

Probieren, Erleben und Genießen. . .


Heute beliefern 37 Landwirte aus den Gemeinden Ettal, Oberammergau, Unterammergau, Saulgrub, Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien die Schaukäserei Ammergauer Alpen. Gemeinsam mit dem Kloster Ettal gründeten sie eine Genossenschaft. Deren Mitglieder haben sich verpflichtet, täglich rund 3.000 Liter Milch zur Produktion diverser Käsesorten nach Ettal zu transportieren. Und vom Eröffnungstag an lautet der Leitsatz des Unternehmens: Probieren, Erleben und Genießen. Das benachbarte Kloster bietet Interessierten auch eine Führung durch die altehrwürdige Basilika sowie durch die Brauerei und der Likör-Destillerie an.

Den Arbeitern über die Schultern schauen


Aber vor allem können Besucher in der Schaukäserei Ettal den Arbeitern bei den diversen Produktionsgängen über deren Schultern schauen. Durch eine große Fensterfront werden die Schritte von der Rohmilch bis zum goldenen Käse dargestellt. Außerdem erfahren die Gäste die bedeutenden Zusammenhänge zwischen dem Schutz natürlicher Ressourcen, der Landwirtschaft und der Herstellung von Lebensmitteln. Die Milch für die Produktion des Käses stammt ausschließlich aus der vom Aussterben bedrohten Rinderrasse Murnau-Werdenfelser. Sie wird in einem ersten Schritt sechs Wochen lang in einer Naturrinde gereift, ehe sich ein geschmeidiger Teig zu einem aromatischen Endprodukt wandelt.

Wie kommen die Löcher in den Käse?


In der unmittelbaren Nachbarschaft des Klosters Ettal eignet sich die Schaukäserei als Ziel eines Urlaubs für die ganze Familie. Hier sollte man den echten Ettaler Manndl Käse probieren. Oder einen urigen Ammertaler und einen Ettaler Klosterkäse. Dabei wird den Besuchern auch erklärt, wie die Löcher in den Käse kommen und warum fast alle Sorten ausgesprochen haltbar sind. Abschließender Höhepunkt jeder Präsentation ist die Verkostung. Ein Besuch lohnt immer, nicht nur für Käsefans.
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