Nationalmuseum Stettin - Foto: neufal54 auf Pixabay
Nationalmuseum Stettin - Foto: neufal54 auf Pixabay

Das Nationalmuseum in Stettin

In Stettin, dem heutigen Szczecin, gehört es seit Generationen zum guten Ton, ein Museum zu besuchen. Und so gab es eine breite Zustimmung, als das historische Stadtmuseum eines Tages umgestaltet wurde und nun als Nationalmuseum zu einem Bummel durch die regionalen Traditionen des einstigen Pommern einlädt. Der Museumskomplex ist der optische Mittelpunkt der fünfhundert Meter langen Hakenterrasse. Das bekannteste bauliche Ensemble am Westufer der Oder entstand auf den Mauern des ehemaligen Forts Leopold. Gebaut wurde hier mit Blöcken aus Sandstein, und vom Kai der Terrasse legen jetzt wieder die Fähren zu ihren Fahrten nach Swinemünde auf der Insel Usedom ab. Das Gebäude mit dem Nationalmuseum ist Stettins Wahrzeichen und bildet die markanteste Silhouette der Stadt.

Exponate im Tresor der Sparkasse

Die traditionsreiche Hakenterrasse entstand in den ersten vierzehn Jahren des 20. Jahrhunderts, das Gebäude des heutigen Nationalmuseums wurde 1913 fertiggestellt. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs beherbergte es die zahlreichen Exponate des Stadtmuseums, das dann im wieder aufgebauten Alten Rathaus von Stettin untergebracht wurde. Als sich das Ende des Zweiten Weltkrieges in Pommern abzeichnete, veranlasste der Leiter des Museums, die wertvollen Ausstellungsstücke im Keller des Gebäudes und im Tresor der Stettiner Sparkasse zu deponieren. Die wichtigsten Kunstgegenstände und die umfangreichen Gemäldesammlungen wurden in der mittelalterlichen Burganlage von Coburg und damit weit im Westen in Sicherheit gebracht. Stettin war nach Kriegsende ein Teil von Polen und das Museum unterstand fortan dem Staat.

Skulpturen und Masken aus Afrika

Der Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg stark beschädigten Gebäudes wurde im Jahr 1975 abgeschlossen. Heute ist das Nationalmuseum auf der Hakenterrasse der Ort für Ausstellungen zur Landesgeschichte Pommerns vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Zu sehen sind aber auch Originale aus der antiken Periode Griechenlands sowie der Schifffahrt, zu der Stettin traditionell eine große Beziehung hat. Umfangreich ist darüber hinaus die Sammlung ethnografischer Exponate aus der Südsee sowie aus Afrika und Amerika. Die Mehrzahl der Ausstellungsstücke wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg erworben. Das gilt insbesondere für die Skulpturen und Masken aus dem afrikanischen Kontinent. Sie sind in drei Sälen des Museums untergebracht. Sehenswert sind auch die Ausstellungsstücke historischer Reiseandenken aus Afrika.

Exponate der Sammlung des Heinrich Dohrn

Zu den wichtigsten Exponaten, die im Nationalmuseum zu sehen sind, zählt die Sammlung von Heinrich Dohrn, der aus einer angesehenen Stettiner Kaufmannsfamilie stammte und ein bekannter Zoologe und Politiker war. Aus dessen Nachlass stammen die antiken Plastiken im Nationalmuseum. Die Gemäldesammlung kam vor allem aus dem Fundus des im Jahr 1834 gegründeten Kunstvereins für Pommern. Die Stettiner Vulcan-Werft steuerte die Sammlung von Schiffsmodellen bei und die völkerkundliche Abteilung fand ihren Ursprung in den Beständen des Pommerschen Museumsvereins.
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