Das Lettische Okkupationsmuseum

Lettlands Besatzungsgeschichte hautnah erleben


Außenansicht des Museum © Museum of Occupation of LatviaInfotafeln über die Zeit der Okkupation © Museum of Occupation of LatviaPädagogische Führung © Museum of Occupation of Latvia
Mit seinen jährlich rund 100.000 Besuchern zählt das Lettische Okkupationsmuseum zu den wichtigsten Attraktionen Rigas. Im Rahmen seines vielfältigen Ausstellungs- und Bildungsprogramms bietet es Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern spannende Einblicke in die zentralen Ereignisse der jüngeren lettischen Zeitgeschichte.

Das Lettische Okkupationsmuseum


Auf Bestreben einer Initiative lettischer Emigranten wurde das Lettische Okkupationsmuseum am 1. Juli 1993 eröffnet. Seither befindet es sich in den Räumen des ehemaligen "Museums der Roten Lettischen Schützen" am Rathausplatz im Zentrum der Rigaer Altstadt. Sein vorwiegendes Interesse gilt der Vermittlung und Erforschung von Lettlands Geschichte während der deutschen und sowjetischen Besatzungszeit. Seit 1997 steht das Lettische Okkupationsmuseum unter staatlicher Schirmherrschaft und erlangte 2016 den Status eines "Objekts nationaler Bedeutung".

Themenschwerpunkte der Dauerausstellung


Anhand ausgewählter Fotografien, Objekte, Archivmaterialien und Medienstationen vermittelt Ihnen die Dauerausstellung des Lettischen Okkupationsmuseums vielfältige Alltagserfahrungen und Hintergründe zu den historischen Ereignissen zwischen den Jahren 1940 und 1991. Die Präsentation beleuchtet dabei unterschiedliche Themenschwerpunkte. So widmet sich ein erster Ausstellungsteil der Besetzung Lettlands durch die Sowjetunion ab 1940 in Folge des Hitler-Stalin-Paktes. In einem zweiten Abschnitt werden Ihnen zahlreiche Details zur deutschen Besatzung zwischen 1941 und 1945 sowie deren weitreichender Bedeutung für den lettischen Holocaust nahegebracht. Die nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzende Periode der Lettischen Sozialistischen Sowjetrepublik findet ihre ausführliche Behandlung in dem darauffolgenden Präsentationsbereich. Das inhaltliche Hauptaugenmerk der beiden abschließenden Ausstellungsteile richtet sich hingegen auf die Folgen der lettischen Emigration in den Westen sowie das Erstarken der lettischen Unabhängigkeitsbewegung während der 1980er-Jahre. Begleitet werden die einzelnen Präsentationsabschnitte jeweils durch hilfreiche Texterläuterungen, die Ihnen den inhaltlichen Zusammenhang der ausgestellten Objekte skizzieren. Auf eindringliche Weise wird es den Betrachtern somit möglich, die Besonderheiten der lettischen Vergangenheit anhand persönlicher und alltäglicher Erfahrungsgeschichten nachzuvollziehen. Zugleich lassen sich an diesen Beispielen ebenso treffend breitere historische Entwicklungen - wie etwa die geschichtliche Rolle des sowjetischen Kommunismus' oder der historische Umgang mit Emigrationsbewegungen - reflektieren. Im Rahmen seiner regelmäßig stattfindenden Wechselausstellungen bietet Ihnen das Lettische Okkupationsmuseum zudem die Möglichkeit, ausgewählte Themenkreise fortführend zu vertiefen. Internationale Beachtung erlangte das Museum unter anderem mit den Sonderausstellungen "Rumbula. Anatomie eines Verbrechens 1941", "Die Macht der Gefühle. Deutschland 19|19" und "Die Geschichte des KGB in Lettland".

Museale Bildungsangebote


Im Jahr 1996 hat das Lettische Okkupationsmuseum eine eigene Vermittlungsabteilung ins Leben gerufen, die sich mit ihrer Arbeit vor allem an schulische Gruppen und Bildungseinrichtungen wendet. Neben Konferenzen und Seminaren organisiert diese ebenso thematische Führungen und Workshops, in denen einzelne Inhalte auf umfassende Weise erläutert und diskutiert werden. Das spannende Vermittlungsangebot des Lettischen Okkupationsmuseums beinhaltet dabei unter anderem Themencluster wie "Flüchtlinge: In der Geschichte und Gegenwart", "Propaganda während des 2. Weltkriegs" und "Wie erforscht man Geschichte? ". Eigens angefertigte Zusammenstellungen mit weiterführenden Lehrmaterialien stehen Ihnen darüber hinaus kostenlos auf der Homepage des Museums zur Verfügung. Nach vorheriger Absprache ist auch die Durchführung individuell angelegter Vermittlungsformate für Klassen möglich. Hierzu können Sie sich jederzeit gerne mit der Bildungsabteilung in Verbindung setzen.

Wissenswerte Informationen


Für seine Besucher hat das Lettische Okkupationsmuseums täglich zwischen 11.00 und 18.00 Uhr geöffnet. Je nach Gruppengröße bietet Ihnen das Museum verschiedene Rabatte an. Führungen und andere Vermittlungsangebote sind für internationale Gruppen kostenpflichtig und sollten deshalb vorab mit der Bildungsabteilung des Museums abgestimmt werden. Im Gebäude des Lettischen Okkupationsmuseums befindet sich zudem ein Souvenir-Shop, in dem thematisch ergänzende Bücher, Filme und Postkarten erhältlich sind.
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