Kyffhäuserdenkmal

Das Kyffhäuserdenkmal ist eines von vielen Kaiser-Wilhelm-Denkmäler und gleichzeitig das bekannteste seiner Art. Kaiser-Wilhelm-Monumente wurden nach dem Tod von Kaiser Wilhelm I. im Jahre 1888 an verschiedenen Orten in Deutschland errichtet. Das Prunkstück im Kyffhäusergebirge sticht nicht nur wegen seiner Größe und Imposanz heraus, sondern auch weil es den preußischen Kaiser in gleicher Linie mit Friedrich Barbarossa stellt. Deswegen wird es auch Barbarossadenkmal genannt. Es ist Teil der „Straße der Monumente“, zu dem unter anderem das Völkerschlachtdenkmal und die Siegessäule gehören.

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Kyffhäuser


Das Denkmal befindet sich auf dem Kyffhäuser, einem Mittelgebirge südöstlich des Harzes. Das Gebirge liegt sowohl im Landkreis Mansfeld-Südharz von Sachsen-Anhalt als auch im Kyffhäuserkreis in Thüringen. Das Denkmal selbst steht im Naturpark Kyffhäuser auf 420 Metern Höhe. Das Denkmal wurde am 18. Juni 1896 eingeweiht. Für die Planung zeichnete sich der Architekt Bruno Schmitz (1858-1916) aus. Insgesamt ist das Denkmal 81 Meter hoch und damit eines der größten Denkmäler Deutschlands. Oberhalb befindet sich eine Aussichtsplattform, die einen weiten Blick vom Harz bis zur Goldenen Auge und dem Thüringer Wald bietet.
Geweiht ist das Denkmal Wilhelm I, dem preußischen König und ersten deutschen Kaiser nach der Reichseinigung von 1871. Nach seinem Tod im Jahre 1888 begann ein Denkmalkult um den beliebten Kaiser. Gleichzeitig fand eine Mythisierung von Wilhelm I. als Reichseiniger statt, die ihn in Verbindung zur Barbarossasage brachte. Im Kyffhäusergebirge sollte Friedrich „Rotbart“ Barbarossa noch immer schlafen und über das Deutsche Reich wachen. Daher ehrt das Denkmal nicht nur den Kaiser des 2. Kaiserreiches in der Form eines kupfernen Reiterstandbildes, sondern auch den in eine Sagengestalt verwandelten Staufer. Im Sockel des Denkmals schlug der Bildhauer Nikolaus Geiger (1849-1897) eine 6,5 Meter hohe Sitzstatue des mittelalterlichen Kaisers Friedrich Barbarossa. Das 11 Meter hohe Standbild von Wilhelms I. befindet sich darüber. Der Reiter wird von zwei Nebenfiguren flankiert: einem germanischen Krieger mit Flügelhelm und einer weiblichen Figur mit Schreibgeräten.

Hindenburgdenkmal und die Reichsburg Kyffhausen


In der Nähe wurde 1939 ein Hindenburgdenkmal aufgebaut und eingeweiht. Die fünf Meter hohe Statue aus bayrischem Porphyr wurde 1945 umgestürzt und vergraben. Erst 2004 konnte sie wieder frei gegraben werden. Aufgrund von unklaren Besitzverhältnissen liegt sie noch immer im Boden.
Auf dem Kyffhäuser befinden sich außerdem die Überreste der Reichsburg Kyffhausen. In der mittelalterlichen Burgruine wurde der tiefste Burgbrunnen der Welt errichtet: 176 Meter reicht er in den Kyffhäuser hinein. Die Burg besteht aus drei, durch Gräben voneinander getrennten Teilen: Der Unter-, Mittel- und Oberburg. In der Oberburg befindet sich heute ein Museum mit ständigen Ausstellungen zur einstigen Burg. Außerdem sind Teile der alten Toranlage erhalten geblieben.
Am Fuße des Kyffhäuserdenkmals steht der Burghof Kyffhäuser. Der historische Bau beherbergt heute eine Gaststätte.
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