Die Kathedrale von Granada


Nördlich der Palastanlage Alhambra liegt Granadas ältestes Stadtviertel, das urtümliche Maurenviertel Albaicín. Mit dem Gewirr schneeweißer Häuser und kleiner Innenhöfe gleicht der Albaicín nach wie vor einer arabischen Stadt. Er gilt als der vielleicht schönste Teil Granadas. Mittendrin erhebt sich die Kathedrale der andalusischen Stadt.

Catedral Santa María de la Encarnación de Granada


Mit seiner klassisch schönen, schlichten und leicht wirkenden Bauweise unterscheidet sich die Kathedrale Santa María de la Encarnación von den meisten anderen Kirchenbauten Spaniens. Der einst gotisch begonnene und später im Stil der Renaissance vollendete Sakralbau verrät seine inneren Dimensionen nicht gleich auf den ersten Blick – zu dicht ist er von den umgebenden Häusern eingekreist. Nichtsdestotrotz ist die Kirche die imposanteste Sehenswürdigkeit des Stadtviertels.
Über die Gran Vía de Colón erreicht man Santa María de la Encarnación, deren Grundstein am 25. März 1523 gelegt worden war. So zunächst gotisch begonnen, kam es zu wechselnden Baumeistern und ebenso von der Gotik über die Renaissance bis zum Barock wechselnden Baustilen – vollendet wurde die Kathedrale letztendlich 1704, ganze 181 Jahre nach der Legung des Grundsteins.
Santa María de la Encarnación hat einen rechteckigen Grundriss mit einem Mittelschiff und zwei Nebenschiffen und einen halbkranzförmigen Chorabschluss. Gerade bei der Kathedrale von Granada wird von „Kirchenschiffen“ gesprochen. Sahen doch die Christen ihre Kirche als das rettende Schiff im Meer der Welt mit Christus als Steuermann und mit den Aposteln als den Ruderern.

Eine Demonstration der Macht


Nach dem Ende der Maurenherrschaft sollte die imposante Kathedrale den Sieg über die Fremdherrscher mit aller Macht demonstrieren. Das Kernstück in dem reich mit Goldornamenten verzierten Inneren ist die Capila Mayor des berühmten Bildhauers Diego de Siloé. Sie wird von einer besonders eindrucksvollen, 45 Meter hohen Kuppel überwölbt.
Berühmt und interessant sind die weit dimensionierten Gemälde wie „Die sieben Freuden Mariens“ von Alonso Cano. Mit diesem Gemälde untermauerte der Maler seinen Ruf als Begründer der granadischen Malerei „Escuela granadina de pintura“. Cano war auch ein begnadeter Bildhauer, in der Sakristei ist eine seiner besonders zierlichen Marienstatuen zu sehen.
Die kunstvollen schachbrettartigen Fliesen am Boden der Kathedrale verleihen ihr Tiefe und Struktur. Sehr beeindruckend sind auch die großen Orgeln im Zentrum der Kathedrale.

Die Grabeskirche Capilla Real


Eng mit der Kathedrale verbunden ist die Capilla Real. Die Grabeskirche war von den katholischen Königen als Mausoleum für sich und ihre Familien erbaut worden. Denn sie hatten mit dem letztendlichen Abschluss der Reconquista ihre größten Triumphe gefeiert.
So sieht man in der Capilla Real das feudale Grabmal mit den liegenden Marmorfiguren der Königin Isabella von Kastilien und des Ferdinand von Aragón. Als besonders Meisterwerk des 16. Jahrhunderts gilt der geschnitzte Hochaltar und als Schatzkammer erweist sich die Sakristei mit den Insignien des Herrscherpaares nebst einer kostbaren Gemäldesammlung.
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