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Vesuv für Schüler

Eine Klassenfahrt, Schulfahrt oder Studienreise zu Europas letztem aktiven Vulkan

Der 1.281 Meter hohe Vulkan Vesuv liegt in neun Kilometer östlicher Entfernung von der Stadt Neapel am nach dieser benannten Golf in der süditalienischen Region Kampanien. Der einzige noch aktive Vulkan auf dem Festland Europas brach letztmalig im März 1944 aus, dabei starben 26 Menschen, die beiden Städte Massa di Somma und San Sebastiano wurden fast vollständig von Lavamassen bedeckt. Die Geschichte der durch den Vesuv verursachten vulkanischen Aktivitäten reicht jedoch mindestens 400.000 Jahre zurück. Die seither häufigen Eruptionsphasen erklären sich durch die Lage des Schichtvulkans genau an der tektonischen Schnittstelle der afrikanischen mit der eurasischen Kontinentalplatte. Zu den heftigsten historischen Ausbrüchen gehören der Forschung und archäologischen Funden in der Region zufolge diejenigen in der Bronzezeit vor knapp 4.000 Jahren bei Avellino, die Pompeji-Eruption um das Jahr 79 vor Christus und die Eruption im Dezember 1631, bei der ca. 4.000 Menschen umkamen. Im Jahr 2012 hat die Regionalregierung von Kampanien einen Evakuierungsplan mit dem Ziel verabschiedet, die Bevölkerung in der besonders gefährdeten „Roten Zone“ nahe des Vulkans zu reduzieren.

Die regionalen Behörden haben ehrgeizige, aber eventuell nicht realisierbare Pläne

Experten und Wissenschaftler sehen diese Pläne aber äußerst skeptisch, da das ca. 200 km² große Gebiet rund um den Vesuv mit aktuell etwa 600.000 Einwohnern äußerst dicht besiedelt ist und dort allein in den letzten zwei Jahrzehnten schätzungsweise 50.000 neue Häuser größtenteils illegal errichtet wurden. Für gleichermaßen an Geologie, Politik und Vulkanologie interessierte Schüler ist eine Klassenfahrt bzw. Schulfahrt zum Vesuv also in jeder Hinsicht ein empfehlenswertes Unterfangen. Als Teil des italienischen Vulkangürtels „Romana“ zwischen dem Monte Amiata bei Siena in der Toskana und dem Monte Vulture bei Potenza in der Basilicata bedeckt der Vesuv eine Fläche von ungefähr 480 km². Seit dem verheerenden Ausbruch von Pompeji vor gut 2.100 Jahren beherbergt die damals entstandene „Caldera“ (Krater) des umliegenden und 1.132 Meter hohen „Monte Somma“ den eigentlichen „Monte Vesuvio“. Zwischen beiden verläuft das gut 5 Kilometer lange Tal der Riesen („Valle del Gigante“), dessen Name sich an die antike Bezeichnung der sog. Phlegräischen Felder („Campi Flegrei“) anlehnt. Ausflüge und Exkursionen im Rahmen von Studienreisen führen häufig auch in der Stadt Pozzuoli wenige Kilometer westlich von Neapel, wo die Vulkane „Monte Nuovo“ und „Solfatara“ besichtigt werden können.

Asche und Lava des Vesuv haben viel zerstört, aber zum Glück auch viel erhalten

Seit 1991 ist ein Gebiet von knapp 73 km² Größe rund um den Vesuv als Nationalpark („Parco Nazionale del Vesuvio“) ausgewiesen, in dem sich zahlreiche sehenswerte Ziele für Ausflüge mit Schülern befinden. Hierzu zählen in erster Linie die Ruinen und Überreste der durch die Vulkanausbrüche in der Vergangenheit vollständig oder teilweise zerstörten antiken Städte Pompeji, Herculaneum, Oplontis und Stabiae. Abstecher lohnen auch das archäologische Museum „Antiquarium di Boscoreale“, die Reste römischer Bauten in der Gemeinde Pollena Trocchia sowie die UNESCO-Welterbestätte der Villa von Oplontis aus dem 1. Jahrhundert in Torre Annunziata und das Korallenschmuck-Museum („Museo del Coralle“) in Torre del Greco. Durch die Laub- und Mischwälder des Nationalparks sowie dessen Biosphärenreservate, Schutzgebiete und Waldreservate „Miglio d’Oro“, „Somma-Vesuvio“ und „Alto Vesuvio“ verläuft auch ein Netz von ausgeschilderten Wanderwegen.

In der Umgebung des Vulkans warten zahlreiche Ziele auf interessierte Besucher

Ebenfalls oft und gerne besucht wird die nur 29 Hektar große und mit einem Damm mit dem Festland verbundenen Vulkaninsel Nisida, die während ihrer ereignisreichen und langen Geschichte schon als Quarantäneanstalt und Marinelazarett sowie Militärstandort und Jugendgefängnis genutzt wurde bzw. wird. Auch gut für Tagesausflüge mit regelmäßig ab Neapel verkehrenden Fähren geeignet sind die benachbarten Phlegräischen Inseln („Isole Flegree“) Ischia, Procida und Vivara sowie das weltberühmte Capri mit der „Blauen Grotte“. Besonders begeistert zeigen sich Schüler erfahrungsgemäß bei Besichtigungen der beeindruckenden Festung „Castello Aragonese“ aus dem 15. Jahrhundert auf einer kleinen vorgelagerten Felseninsel bei Ischia. Etwa 40 Kilometer südlich von Neapel liegt die steile und malerische Amalfiküste („Costiera amalfitana“), die damit ein ebenso schon lange beliebtes Ausflugsziel im Rahmen einer Studienreise an den Vulkan Vesuv darstellt. Zu den meistbesuchten Orten an der Küste zählen Amalfi mit der prachtvollen Kathedrale im arabisch-normannischen Stil aus dem 10. Jahrhundert und Minori im 181.000 Hektar großen und als UNESCO-Welterbe geschützten Nationalpark Cilento und Vallo di Diano.

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