Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung Uni Kiel


Die Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung, der Kieler Universität, ist nicht nur für angehende Ärzte oder Apotheker spannend. Die Sammlung entführt den Besucher in vergangene Jahrhunderte und gibt informative Einblicke in die Pharmaziegeschichte. Wie wurden Patienten früher eigentlich behandelt? Behandlungsmethoden der Vergangenheit werden hier hautnah erlebbar. Die Exponate stammen vorwiegend aus Kiel sowie Schleswig-Holstein und umfassen historische Instrumente als auch Geräte.
Wie lief die medizinische Ausbildung eigentlich in vergangenen Jahrhunderten ab? Einen Einblick in die Ausbildung der Mediziner an der Kieler Universität bieten über 500 Präparate aus der Pathologie und der Gerichtsmedizin.

Apothekengeschichte - dem Pharmazeuten über die Schulter geschaut


In der Dauerausstellung zur Apothekengeschichte, wird der Geist vergangener Jahrhunderte lebendig. Die historische Offizin, der Verkaufsraum, einer Schiffbeker-Apotheke aus dem Jahre 1894 kann hier besichtigt werden. Sie verfügte über hohe Räume, das einzigartige Mobiliar steht heute unter Denkmalschutz. Die Besucher können die Offizin begehen und so die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts hautnah erleben. Die Rezeptur – also der Ort, an dem die Medikamente gemischt und hergestellt wurden – kann ebenfalls besichtigt werden.

Der Rundgang durch die Sammlung, führt außerdem in die Arbeitsräume der Lübecker St. Jacobi-Apotheke. Das geschlossene Ensemble der Arbeitsräume einer Apotheke, besteht aus der Material- und Giftkammer sowie der Stoßkammer und dem Labor. Die Einrichtung stammt teilweise noch aus dem Gründungsjahr der Apotheke von 1874. Die Apotheke befand sich 125 Jahre lang in Familienbesitz, der letzte Eigentümer selbst dokumentierte dieses Stück Zeitgeschichte. Hier wird Geschichte lebendig! Die Einrichtung ist übrigens völlig funktional: Zu besonderen Anlässen finden hier Vorführungen in der Herstellung traditioneller Apothekenprodukte statt.

Noch heute ist die Herstellung von Arzneimitteln, von Salben, Tinkturen oder Latwergen mit einem Hauch von Mystik umgeben. Ein Besuch in den historischen Räumlichkeiten der norddeutschen Apotheken zeigt allerdings deutlich, wie modern die Arzneimittelherstellung im ausgehenden 19. Jahrhunderts bereits vonstattenging. Viele der Gerätschaften und Utensilien sind genau so, wie sie in Kiel ausgestellt sind, noch heute in intensiver Benutzung in der Apotheke.

Medizingeschichte - Ein Besuch im Kuriositätenkabinett


Aus dem pathologischen Institut des Universitätsklinikums zu Kiel stammt die Sammlung krankhaft veränderter Organe. Die Exponate sind faszinierend und wirken nicht nur auf den Laien kurios. Doch die pathologische Forschung umfasst viel mehr als das Sammeln von merkwürdigen, veränderten Organen. Bereits in alter Zeit spielte die Zellpathologie eine wichtige Rolle. Die Ausstellung zeigt hier die Einordnung dieses wichtigen Forschungszweiges in seinem historischen Kontext und auch die Bedeutung für die moderne Wissenschaft und Forschung.

Fazit

Nicht nur Medizininteressierte und Biologen kommen in der Medizin- und Pharmaziehistorischen Sammlung auf ihre Kosten, auch Geschichtsinteressierte und Historiker erhalten faszinierende Einblicke in die Welt der Medikamente und der ärztlichen Behandlungen aus vergangenen Jahrhunderten.

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