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Das Stadtmuseum Bozen in Südtirol

Der Museumsverein der Stadt Bozen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits im Jahr 1882 fanden sich in der südtiroler Landeshauptstadt Menschen, die sich für Kunst, Kultur und Geschichte interessierten und zunächst die archäologischen Funde der Region sammelten und katalogisierten. Aus den bescheidenen Anfängen wurde im Laufe der Zeit das Stadtmuseum in der Sparkassenstraße, das weit über die Landesgrenzen hinaus ein großes Interesse weckt. Das Stadtmuseum Bozen versteht sich als Quelle des Wissens und als Hort einer reichen kulturgeschichtlichen Sammlung. Ein Besuch empfiehlt sich für alle, die im Rahmen ihrer Klassenfahrt oder Studienreise diese Stadt an der Schwelle zwischen dem deutschen und dem italienischen Sprachraum besuchen.

Ein Haus im spätgotischen Gewand

Es war ein sogenannter "Christlicher Kunstverein", der im einstigen Gesellenhaus, das später als Kolpinghaus fungierte, bemüht war, die religiösen Schätze der Region zu bewahren und vor dem Verkauf ins benachbarte Ausland zu retten. Ein Denkmalpfleger namens Karl Atz wurde beauftragt, bei den Besuchern einer Dauerausstellung Interesse an archäologischen Funden und mittelalterlichen Exponaten zu wecken. Schließlich errichtete der Museumsverein um die Wende zum 20. Jahrhundert auf den Ruinen des einstigen Ansitzes Hurlach ein Museum. Bei der Eröffnung im Jahr 1905 bestaunten die ersten Besucher zunächst die spätgotische Architektur des Hauses und im Innern eine große Auswahl an romanischen Madonnen.

Ein kurzer Weg über die Talferbrücke

Wer heute bei einer Schulfahrt die gusseiserne Talferbrücke passiert, die zwei Bozener Stadtteile miteinander verbindet, der gelangt sehr bald zum Stadtmuseum. Die Sammlungen mit ihren rund 15.000 Objekten stammen zu einem beträchtlichen Teil aus privaten Zuwendungen. Etliches wurde allerdings von der Stadt Bozen angekauft. In dem Museum wird ein Bogen gespannt von der Archäologie und geschichtlichen Funden bis hin zur Tiroler Volkskunst. Schüler begegnen bei ihrer Klassenfahrt oder bei ihrer Studienreise einer erstaunlichen Fülle volkskundlicher Gegenstände. Sie alle sind ein Spiegelbild des täglichen bäuerlichen Lebens und des Volksglaubens. Dazu zählen Laternen, Kerzenhalter, Schleifeisen, Butterfässer, Mörser, Kessel und Pfannen.

Historische Altäre und Skulpturen

Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Bozener Stadtmuseum mit Gegenständen des Brauchtums geradezu überschwemmt, sodass heute lediglich ein Bruchteil dieses Besitzes der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden kann. Bewundert werden Schnitzwerke aller Art, historische Altäre, Goldschmiedearbeiten aus den Zeiten der Gotik und des Barock sowie traditionelle Trachten des 19. Jahrhunderts. Das älteste Museum Südtirols ist besonders stolz auf einige hölzerne Skulpturen aus der romanischen Epoche. Unter anderem wird eine thronende Madonna aus dem Pustertal präsentiert, die nach Ansicht von Historikern um 1200 entstand. Weitere sehenswerte Exponate sind ein Christus auf dem Palmesel, ein Werk des österreichischen Bildhauers Hans Klocker aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Unter den Steinfiguren ragt die Madonna mit Kind des Konrad von Neumarkt aus dem Jahr 1412 heraus.

Ein grandioser Blick vom Museumsturm

Wer bei einer Schulfahrt im Bozener Stadtmuseum vor den wertvollen Tafelbildern aus mittelalterlicher Zeit steht, der fühlt sich in längst vergangene Epochen der Kunst versetzt. Die meisten Bilder sind historischen Altären entnommen. Zu den Glanzpunkten der Ausstellung zählt die sogenannte "Austrunk-Tafel", die in der Zeit um 1380 entstanden ist. Nach einer Neueröffnung im Jahr 2011 widmet sich das Museum neben der Kunst des Mittelalters auch der Kunst des Barock und des Rokoko. Im Turm des Hauses betrachten die Besucher die historischen Ansichten der Stadt Bozen. Schon immer verfügte das Stadtmuseum über eine umfangreiche Bibliothek. Sie umfasst heute mehr als 30.000 Bände und rund achthundert Zeitschriften mit einem Themenbereich von der regionalen Kunst bis zur Volkskunde. Der Zugang zur Bibliothek ist jederzeit möglich. Geöffnet ist das Bozener Museum zwischen Juli und Dezember von Dienstag bis Sonntag. Der Eintritt ist frei. Übrigens: Vom Turm des Museums bietet sich ein grandioser Blick über die Stadt zwischen den Bergen.
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