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Prag: Prager Burg mit St.-Veits- Dom und Goldenem Gässchen

Ein Besuch im böhmischen Zentrum der Macht


Imposant thront sie auf dem Hügel Hradschin über der Stadt und scheint das Stadtgeschehen zu beobachten: Die eindrucksvolle Prager Burganlage. Oft wird der Name „Hradschin" für die Burg selbst verwendet, die einst wie eine eigene Stadt mit Kirchen, Märkten und engen Gassen war. Sie ist heute die größte, noch intakte Burganlage der Welt, die seit dem 9. Jahrhundert stetig erweitert und verändert wurde. Deshalb sind hier zahlreiche Baustile verschiedener Epochen miteinander vereint und alle Besitzer haben ihre Spuren hinterlassen. Die einstige Residenz der böhmischen Herzöge und Könige, der Habsburger Dynasten und der tschechoslowakischen Staatspräsidenten ist heute eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten in Prag.
Über die Altstadt und die berühmte Karlsbrücke ist die Prager Burg, wo sich heute auch das Büro des tschechischen Staatspräsidenten befindet, innerhalb eines 20-minütigen Spazierganges zu erreichen. Es fahren zwar Busse und Straßenbahnen bis ins Zentrum der Burgstadt, aber der Fußweg über die Alten Schlosstreppen, die Neuen Schlosstreppen oder über die Nerudagasse ist ein Erlebnis für sich.


Rundgang durch den umfangreichen Burgkomplex


Die bewegte Geschichte, die diese ehrwürdigen Mauern miterlebt haben, kann man heute noch erahnen. Das wohl bekannteste Ereignis stellt sicher der Prager Fenstersturz von 1618 dar, in dessen Folge durch den 30jährigen Krieg weite Teile Europas verwüstet wurden. Die besondere Atmosphäre im Schatten der geschichtsträchtigen Gebäude und innerhalb ihrer Mauern kann man nicht beschreiben, man muss sie selbst erleben.
Neben dem barocken Königspalast, dem Palais Sternberg mit Werken aus der Nationalgalerie und dem Palais Lobkowicz mit einer Privatsammlung der gleichnamigen Fürstenfamilie ist vor allem der St.-Veits-Dom sehenswert, dessen bauliche Wurzeln bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen. Er liegt im innersten Burghof und beherbergt die unterirdische Grablege der böhmischen Herrscher mit einer Ausstellung der Königsinsignien in einer eigenen Kronkammer. Einst diente das kunstvoll gestaltete Gotteshaus mit der goldenen Pforte als Krönungskirche. Auch das Grab des tschechischen Nationalhelden Wenzel von Böhmen ist im St.-Veits-Dom zu finden.
Heute gehört der Dom, wie große Teile der Altstadt, zum UNESCO Welterbe „Historisches Zentrum von Prag“.

Zu den weiteren sehenswerten Stationen der Prager Burg gehört das „Goldene Gässchen“ am nördlichen Rand der Burganlage mit seinen Bürgerhäusern aus dem 16. Jahrhundert. Im Haus mit der Nummer 22 lebte einige Jahre lang der berühmte Prager Schriftsteller Franz Kafka.
Den Namen verdankt die malerische Gasse den Alchemisten und Goldschmieden, die hier ihre Werkstätten hatten.
Da sie sich genau entlang der Innenmauer der mittelalterlichen Wehranlage erstreckt, wird sie von den Wehrtürmen „Weißer Turm“, „Daliborka“ und dem „Pulverturm“ flankiert. Heute sind die Häuser im Goldenen Gässchen unbewohnt, aber es gibt dort Souvenirshops, kleine Cafés, Ausstellungsräume für mittelalterliche Rüstungen und Galerien.
Weltberühmt sind ebenso die Gartenanlagen rund um das Burggelände, die aus mehreren Komplexen bestehen. Dazu zählt auch die Rothirschanlage im ehemaligen riesigen Burggraben, der königliche Garten mit dem Lustschloss der Königin Anna, auch Belvedere genannt, und der Paradiesgarten, der von Kaiser Ferdinand II. und Kaiser Rudolf II. gestaltet wurde.

Die kleinen Besonderheiten der Burganlage


In den verwinkelten Gassen, den romantischen Plätzen und auch in den Gebäuden verstecken sich so manche Besonderheiten. Ob monumentale Tore, kunstvolle Mosaike, Ehrendenkmäler oder einzigartige Statuengruppen - in der gesamten Burganlage gibt es so einiges zu entdecken. Viele berühmte Architekten und Künstler aus mehreren Epochen haben an der schmuckvollen Ausgestaltung der Gebäude und der drei großen Burghöfe mitgewirkt. Spannend ist auch die zeremonielle Wachablösung der Burgwache.
Für die Ausstellungen in der barocken Burggalerie, die Werke etwa von Rubens, Titian und anderen bekannten Malern zeigt, in der Sternberg-Galerie und auch in den Kirchen zahlt man extra Eintritt. Man kann jedoch am Haupteingang oder online ein Kombi-Ticket erwerben, das mehrere Stationen beinhaltet. Für Schüler, Studenten und Familien werden ermäßigte Preise angeboten. Die Burganlage ist täglich von 06:00 bis 22:00 Uhr geöffnet; die Ausstellungsräume allerdings erst ab 09:00 Uhr.
Man kann Führungen in verschiedenen Sprachen zu selbst bestimmbaren Zeiten buchen, für die auch eine individuelle Routengestaltung möglich ist. Außerdem stehen Leihgeräte mit Audioguides zur Verfügung.

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