Verkehrsmuseum Nürnberg

Nürnberg und die Eisenbahn - da war doch was? Geschichtlich Interessierte einer Studienreise oder einer Klassenfahrt werden es natürlich wissen. Am 7. Dezember 1835 rollte erstmals eine Eisenbahn in Deutschland über die schmalen Gleise. Und zwar von Nürnberg nach Fürth über ziemlich genau sechs Kilometer. So ist es kein Wunder, dass in Nürnberg ein Verkehrsmuseum entstand. Das aber beschäftigt sich nicht allein mit dem "Adler" und der sogenannten historischen Ludwigsbahn, sondern mit der gesamten interessanten Geschichte der Eisenbahn. So erfährt man im Verkehrsmuseum Nürnberg unter anderem, dass der erste Lokführer ein Engländer namens William Wilson war und die Höchstgeschwindigkeit des dampfenden Ungetüms genau 23 km/h betrug. Bei einer Schulfahrt oder Studienreise werden die Teilnehmer im Verkehrsmuseum Nürnberg Erstaunliches erfahren.

Die Salonwagen am "Fürstenbahnsteig"

Unter dem Dach des Verkehrsmuseums an der Nürnberger Lessingstraße fand auch das zentrale Gebäude des DB-Museums der Deutschen Bahn AG seinen Platz. Die fränkische Metropole erfreut sich mit dem Verkehrsmuseum über eines der ältesten Technik-Museen des europäischen Kontinents. Hier werden zwei Jahrhunderte der Eisenbahn-Historie präsentiert, und wer sich dort im Rahmen einer Klassenfahrt oder Schulfahrt umschaut, der wird begeistert sein von der Vielfalt des dort Angebotenen. Auch jüngere Schüler-Jahrgänge finden im Verkehrsmuseum Nürnberg eine faszinierende Erlebniswelt mit Bahnübergängen, zahlreichen Spielen, Fahrsimulatoren und begehbaren Tunneln. "Legenden der Schienen" lautet eine Ausstellung in der Fahrzeughalle. Hier dürfen die Schüler unter anderem den originalen Nachbau des "Adler" betrachten. Aber auch die legendäre Rekord-Lokomotive "S 2/6". Zudem werden der Salonwagen von Fürst Bismarck und der des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. präsentiert. Den sogenannten "Fürstenbahnsteig"
sollte man sich beim Besuch des Verkehrsmuseums nicht entgehen lassen.

Bescheidene Anfänge in München

Die Anfänge des Nürnberger Verkehrsmuseums gehen auf München zurück. Dort richtete sich die Bayerische Staatseisenbahn im Jahr 1882 mit einem kleinen Museum häuslich ein. Heute wird das als den Startpunkt zur Präsentation der bayerischen Eisenbahn-Historie angesehen. Zunächst durften an der Isar allerdings nur Bahn-Beschäftigte dort die Tore passieren - und zwar lediglich für ein paar Stunden, jeweils am Mittwoch-Nachmittag. Doch eines Tages entdeckte der Nürnberger Bürgermeister Georg von Schuh sein Interesse an der Eisenbahn und holte das Museum in seine Stadt. Zunächst gab es einen Standort an der heutigen Norishalle, dann wurde am 1. Oktober 1899 das Königlich Bayerische Eisenbahn-Museum gegründet. Das ist heute so etwas wie der Nabel der deutschen und internationalen Geschichte der Eisenbahn. Nach und nach wurde der Platz für die umfangreichen Exponate zu klein, und so kam es zu Beginn der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts zu einem Neubau an der Lessigstraße. Heute verfügt das Verkehrsmuseum über eine Ausstellungsfläche von 9.700 Quadratmetern für die Bahn und 1.200 Quadratmetern für die Post.

Stellwerkteile, Motoren und Puffer

Wer sich unter den Teilnehmern einer Studienreise oder Klassenfahrt für technische Entwicklungen interessiert, der kommt im Nürnberger Verkehrsmuseum aus dem Staunen nicht heraus. Präsentiert werden verschiedene Bereiche des technischen Fortschritts. Sie reichen vom Komfort der Reisenden bis hin zu den Arbeitsbedingungen der bei der Eisenbahn Beschäftigten. Die eindrucksvollsten Schaustücke des Museums sind allerdings die Legenden der Eisenbahn-Geschichte selbst. Die Original-Fahrzeuge befinden sich in zwei Hallen. Außerdem gibt es Original-Fahrzeuge, die im Freigelände des Museums untergebracht sind. Eisenbahn-Freaks werden sich aber auch für die historischen Stellwerkteile, Motoren, Puffer und Dampfwagen interessieren. Kinder können im Bahnland namens "KIBALA" viele Knöpfe drücken und sich mittels einer Liliput-Bahn fortbewegen. Im Gebäude des DB-Museums ist außerdem eine Bibliothek mit rund 40.000 Titeln untergebracht, und in den Magazinen lagern nicht weniger als vier Regal-Kilometer Dokumente zur Eisenbahn-Geschichte. Einen Rückschlag erlitt das Museum im Oktober 2005 bei einem Brand. Dabei brannte der Ringlokschuppen bis auf die Grundmauern nieder.
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