Das Freilichtmuseum Árbaer in Reykjavik

Geschichte zum Anfassen – und das unter freiem Himmel! Wer das Freilichtmuseum Árbaer in der isländischen Hauptstadt Reykjavik besucht, der taucht tief ein in die Geschichte dieser interessanten Insel im Nordatlantik. Die geräumige Anlage an der Peripherie der Metropole entstand auf dem Gelände eines verlassenen Bauernhofs, der einst den Namen Árbaer trug und im Jahr 1957 öffnete das Museum seine Tore. Es ist über eine Schnellstraße aus dem Zentrum von Reykjavik problemlos zu erreichen und veranschaulicht mit der Liebe zum Detail die Lebensumstände der Isländer in den vergangenen Jahrhunderten.

Prachtstücke aus vergangenen Zeiten

Wer als Mitglied einer Schul- oder Klassenreise durch das Areal dieses Freilichtmuseums bummelt, der begibt sich auf eine Zeitreise. Und häufig dürfen sich die Besucher auf eindrucksvolle Begegnungen freuen. Zum Beispiel die mit einer Waschfrau, die vor ihrer Torfhütte die Wäsche auf einem historischen Brett säubert. Oder auf die mit einem Bauern, der gebückt aus seinem niedrigen Stall kommt und vor dem Tor seine Sense für die Ernte schärft. Die insgesamt mehr als dreißig historischen Gebäude sind ausnahmslos Prachtstücke vergangener Zeiten. Sie wurden aus allen Teilen Islands zerlegt und zur Hauptstadt und zu diesem Museum transportiert. Sie waren einst die Heimat von Handwerkern aller Art, und noch immer zeigen in diesem Museum Goldschmiede und Drucker ihre Kunst, während Fischer unermüdlich ihre Netze flicken.

Keine Verklärung der „guten, alten Zeit“

An sommerlichen Tagen ist das ganze Museumsdorf bevölkert von Mitarbeitern in historischen Kostümen. Sie alle sind bemüht, ihren Gästen das Alltagsleben vergangener Zeiten nahezubringen. Dies alles wirkt in Árbaer beileibe nicht gekünstelt. Vielmehr versteht sich das Freilichtmuseum als ein lebendiges Stück des isländischen Lebens. Zum bunten Treiben gehören dann auch Scharen von Hühnern sowie etliche Kühe und Schafe. Sie alle vermitteln das Bild eines Dorfes, das mit den traditionellen und mit Gras gedeckten Häusern gesegnet ist. Auch deren Inneneinrichtungen veranschaulichen das Leben früherer Zeiten. Einige Häuser sind speziellen Themen vorbehalten und haben eher den Charakter einer Ausstellung. Bewusst wurde in diesem Museum darauf verzichtet, die sogenannten „guten, alten Zeiten“ zu verklären. Denn das Leben der Menschen aus Island war im 19. und 20. Jahrhundert reich an Entbehrungen.

Eine historische Hochzeits-Kirche

Die meisten dieser historischen Häuser des Museums wurden auf dem Areal von Árbaer mit viel Liebe restauriert, denn bei ihrem Eintreffen hinterließen manche einen eher erbärmlichen Eindruck. Sie wurden angereichert mit authentischem Mobiliar und Einrichtungsgegenständen aller Art. Besonders stolz sind die Mitarbeiter von Árbaer auf die Grassodenkirche, die noch immer zu besonderen Hochzeiten genutzt wird. Interessant ist auch die Druckerpresse in einer Werkstatt. Mit ihr wurden im Zweiten Weltkrieg auf Island sogar Geldnoten gedruckt. Einer der Anziehungspunkte des Museums sind die beiden einzigen Dampflokomotiven, die jemals auf der Insel in Betrieb genommen wurden. Wer sich intensiv mit dem Alltag der Isländer beschäftigen möchte, der sollte sich einer kostenlosen Führung anschließen. Und wer sich eine Pause beim Bummel über das Gelände gönnen möchte, der darf sich im Museums-Café verwöhnen lassen.

Angaben des Inhabers:

Adresse:

Kistuhylur, Reykjavík
zur Karte…

Öffnungszeiten:

SEPT-MAI 13:00-17:00
JUNI-AUGUST 10:00-17:00

Preise:

EINTRITT 2023

ERWACHSENE
2.150 ISK

KINDER (0-17 JAHRE)
Freier Eintritt

BEHINDERTE
Frei

STUDENTEN MIT STUDENTENAUSWEIS
1.320 ISK

REYKJAVÍK-KULTUR-JAHRESPASS
7.450 ISK

CITY CARD-INHABER
Frei
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